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Zuletzt aktualisiert: 18.01.2013 um 14:13 UhrKommentare

Jedem Alter seine Vorsorge

Ein Neujahrsvorsatz für Spätentschlossene: zur Vorsorge gehen, um zum langen Gesundbleiben beizutragen. Und dabei nicht auf Beckenboden und Ohren vergessen.

Foto © Fotolia: ISO K° - photography

Und? Wie steht's um die Neujahrsvorsätze? Noch brav dran oder schon großartig gescheitert? Bevor Sie den Mut verlieren - es gibt einen Vorsatz, den können Sie sich jetzt noch fassen: "Ich gehe heuer zur Vorsorgeuntersuchung." Natürlich kann dieser Vorsatz die eigenen Bemühungen, mit dem Rauchen aufzuhören oder Übergewicht abzubauen, nicht ersetzen, aber: Vergleichsweise einfach leistet die Vorsorge einen wertvollen Beitrag zum Gesundbleiben.

Erfolgsquoten

Neben der jährlichen Gesundenuntersuchung, die jedem Österreicher ab 18 zusteht, ist die Krebsvorsorge ein großes Thema. Immer wieder wird Kritik an flächendeckenden Screenings laut: Es komme zu Verunsicherungen durch falsch-positive Befunde und zu unnötigen Eingriffen, sagen kritische Stimmen. Dem stehen Fakten gegenüber: Seit Einführung des PSA-Tests zur Prostatakrebsvorsorge sterben 40 Prozent weniger Männer an diesem Krebs, der nur durch Vorsorge in einem heilbaren Stadium entdeckt werden kann. Das Brustkrebs-Screening neu bietet durch eine doppelte Befundung bessere Qualitätsstandards. Und die Koloskopie (Darmspiegelung) weist die höchste Erfolgsquote auf: 90 Prozent der Krebsvorläufer können entdeckt und entfernt werden.

In jedem Alter

Im höheren Alter müssen in der Vorsorge besondere Schwerpunkte gesetzt werden, wie Geriatrieexpertin Regina Roller-Wirnsberger (MedUni Graz) betont. "Menschen, die schlecht hören, kommen oft erst dann zum Arzt, wenn sie schon behindert sind", sagt die Expertin. Und ortet große Defizite in der Prävention von Inkontinenz, die durch Beckenbodengymnastik und regelmäßige Kontrolle bei Urologen und Gynäkologen zu verhindern wäre.

"Vorsorge ist in jedem Alter wichtig", sagt Roller-Wirnsberger. Zunächst, indem man die verschiedenen Risikofaktoren vermeidet; dann, indem man vorhandene Risikofaktoren (z. B. Bluthochdruck) überwacht und nicht zu Krankheiten werden lässt. Im hohen Alter stehe dann die Verbesserung der Lebensqualität im Vordergrund.

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