20. Dezember 2014, 23:20 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 20.12.2012 um 14:08 UhrKommentare

LKH Graz verstärkt tagesklinisches Angebot

Im Grazer LKH-Universitätsklinikum liegt die durchschnittliche Verweildauer von Patienten bei fünf Tagen. Durch Ausweitung des tagesklinischen Angebotes will man im kommenden Jahr diesen Wert weiter unterbieten.

Foto © Scheriau

Im zu Ende gehenden Jahr wurden rund 85.000 Patienten stationär und mehr als 408.000 Patienten ambulant behandelt, schilderte Betriebsdirektor Gebhard Falzberger am Donnerstag im Pressegespräch.

Laut Falzberger habe das LKH-Universitätsklinikum ein "wirtschaftlich erfolgreiches Jahr" absolviert: "Das erwartete Betriebsergebnis ist um 14 Millionen Euro besser als geplant, und wir konnten den prognostizierten Abgang von 100 auf 86 Millionen Euro reduzieren", so der Betriebsdirektor. Zurückzuführen sei dies vor allem durch "intelligente Einsparungen im medizinischen Sachaufwand" durch u.a. verbesserte Einkaufskonditionen, Produktstandardisierungen und optimierten Sachaufwand erreicht worden. Weiters habe man ein "Entbürokratisierungsprojekt" gestartet, bei dem sich vor allem Bestellabläufe und Zuweisungsformalitäten als "Zeitfresser" entpuppten, die Sparpotenzial in sich bergen.

Lange im Krankenhaus nicht mehr notwendig

Einer der zentralen Schwerpunkte des Klinikums im nächsten Jahr und darüber hinaus ist der Ausbau der tagesklinischen Leistungen: "Lange Krankenhausaufenthalte sind heute meist nicht mehr notwendig, die durchschnittliche Verweildauer liegt bei ungefähr fünf Tagen", schilderte Pflegedirektorin Christa Tax. An der Augenklinik habe man bereits viele gute Erfahrungen gemacht. Mit Jahresbeginn 2013 sollen 95 Prozent der Kataraktpatienten ambulant operiert und noch am selben Tag wieder nach Hause gehen können - im Herbst lag die Quote noch bei rund 35 Prozent.

"95 Prozent, das heißt 28 Patienten pro Tag, die tagesklinisch versorgt werden", umriss Tax die Dimension des Vorhabens. Grundvoraussetzung für diesen strukturellen Wandel ist der Umbau eines gesamten Stockwerks der Augenklinik in einen tagesklinischen Bereich. Er soll mit Jänner 2013 abgeschlossen sein.

Hinsichtlich der tagesklinischen Versorgung den steirischen Spitälern hat der Rechnungshof den steirischen Spitälern im Vorjahr ein schlechtes Zeugnis ausgestellt: Die Steiermark lag mit einem Anteil an entsprechenden Leistungen von 1,5 Prozent (2009) unter dem österreichweiten Durchschnitt (2,8 Prozent). Als nächstes stünden der Ausbau der tagesklinischen Leistungen an der Dermatologie und der Gynäkologie am Programm, hielt dazu der ärztliche Direktor Gernot Brunner fest.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt werde das Risikomanagement sein, führte Brunner weiters aus. Es gehe darum, potenzielle Fehlerquellen zu analysieren und gezielt Mechanismen zu entwickeln, um Schäden am Patienten zu verhindern. So seien am Klinikum bereits spezielle OP-Checklisten mit dazugehörigem Team-Time-Out oder ein "Allergiearmband" eingeführt worden.

Das LKH Graz ist Universitätsklinikum und Zentralkrankenanstalt mit allen medizinischen Fachrichtungen. Von den gesamt 6.664 Angestellten sind 738 Ärzte und 2.346 Mitarbeiter im Bereich Pflege tätig.

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