Zuletzt aktualisiert: 23.08.2012 um 18:59 UhrKommentare

Neue Aids-ähnliche Immunschwäche entdeckt

In Asien entdeckten Forscher eine neue Aids-ähnliche Immunschwäche, deren Entstehung rätselhaft ist. Sie wird weder von einem Virus übertragen, noch scheint sie vererbt zu werden.

Foto © APA

Mediziner haben in Asien eine bisher unbekannte Immunschwäche entdeckt, deren Symptome denen bei Aids ähneln. Ihre Entstehung ist rätselhaft: Sie wird weder von einem Virus wie HIV verursacht noch scheint sie vererbt zu werden. Ansteckend ist sie offenbar ebenfalls nicht.

Ständig wiederkehrende Infektionen

Meist tritt sie im Erwachsenenalter auf und ist gekennzeichnet durch ständig wiederkehrende Infektionen verschiedener Art, die den gesamten Organismus betreffen. Bisher konnten die Mediziner knapp 100 Fälle identifizieren, die vor allem in Thailand und Taiwan auftraten.

Vermutlich gebe es jedoch eine Vielzahl von Fällen, bei denen die Immunschwäche fälschlicherweise für Tuberkulose oder eine andere Infektionskrankheit gehalten werde, ist Studienleiterin Sarah Browne vom National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID) in Bethesda, USA, überzeugt. Sie und ihre Kollegen stellten das Syndrom im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" vor.

Auf die Krankheit wurden die Forscher durch Berichte über eine fortgeschrittene Immunschwäche bei 25 Erwachsenen - hauptsächlich aus Ostasien - aufmerksam, die einer HIV-Infektion ähnelten, ohne dass sich das Virus nachweisen ließ. Später seien noch weitere Fallserien aus Thailand und Taiwan dazugekommen.

Vielfach litten die Betroffenen an Infektionen mit Mycobakterien, einer Gruppe von Mikroorganismen, zu denen auch der Lepra- und der Tuberkulose-Erreger gehören. Sie befallen typischerweise Menschen mit geschwächtem Immunsystem.

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