24. November 2014, 13:09 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 10.05.2012 um 14:26 UhrKommentare

Bei Wechselwetter einen Gang runterschalten

Erst ist es frühsommerlich warm, dann fröstelt es einen draußen wieder - das derzeitige Wechselwetter macht manchen zu schaffen. Der Kopf tut weh, und ihnen ist schwindelig. Gerade Menschen mit ohnehin angeschlagener Gesundheit haben jetzt zu leiden.

Foto © APA

Kopfschmerzen, Schwindel, Schweißausbrüche: So reagieren Menschen mit angeschlagener Gesundheit und empfindliche Gemüter oft auf starke Temperaturschwankungen. Das dürfte Betroffenen auch in den kommenden Tagen wieder so gehen, wenn wieder fallende Werte zu erwarten sind. "Mein Rat lautet dann immer, sich zurückzunehmen und auf Aktivitäten zu verzichten, die körperlich und geistig herausfordern", sagte Wolfgang Wesiack, niedergelassener Internist in Hamburg, dem dpa-Themendienst. Sein Tipp: Stress reduzieren, genug schlafen und viel trinken - mindestens zwei Liter am Tag.

Menschen mit krankhaft erhöhtem Blutdruck bekommen in der Regel Medikamente und sollten bei Wechselwetter unbedingt einen Gang runterschalten. "Slow down", lautet Wesiacks Appell. Anders verhält es sich bei chronisch niedrigem Blutdruck: "Den muss man auf Trab bringen, egal wie das Wetter ist."

Wer sonst keine weiteren gesundheitlichen Probleme hat, dürfe zu diesem Zweck ruhig zu einem Schluck Sekt greifen. "Gegen ein halbes oder ganzes Gläschen Sekt ist nichts zu sagen", betonte der Präsident des Berufsverbandes Deutscher Internisten. Viel Bewegung, ein paar Tassen kreislaufanregender Getränke wie Kaffee und viel weitere Flüssigkeit lauten die weiteren Empfehlungen. Medikamente werden gegen chronisch niedrigem Blutdruck nicht eingesetzt.

"Der gesunde Mensch merkt die Temperaturschwankungen eigentlich gar nicht", fügte Wesiack hinzu. Außer chronisch Kranken wie Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen oder Migräne seien daher vor allem Leute betroffen, die "sehr stark nach innen schauen", ihren Körper besonders genau beobachten und manche Regung dann überinterpretieren.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes gewinnt nach der derzeitigen sommerlichen Wärme pünktlich zu den Eisheiligen ab Freitag wieder zunehmend Polarluft die Oberhand. Die Abkühlung werde bis Samstag recht markant sein, die Höchstwerte sollen verbreitet nur noch bei maximal 15 Grad liegen.

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