27. November 2014, 00:01 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 22.10.2010 um 11:44 UhrKommentare

Elevate Festival im Zeichen des Klimaschutzes eröffnet

Im Zeichen des Klimaschutzes wurde am Donnerstagabend das Elevate Festival im Grazer Dom im Berg eröffnet. Reden von Umweltaktivisten, Literatur-Performance und Tanzmusik abseits der Charts begeisterten das Publikum.

Redebeiträge vom US-Umweltaktivisten Bill McKibben, dem Alternativen Nobelpreisträger Nnimmo Bassey und dem Medienaktivisten Mike Bonanno standen unter der Moderation von Johannes Grenzfurthner von der Künstlergruppe "monochrom" ebenso auf dem Programm wie eine Literatur-Noise-Performance von Fritz Ostermayer und Felix Kubin.

Die Umweltaktivisten Bill McKibben und Nnimmo Bassey wurden via Videostream live aus den USA und Malaysia in den Dom im Berg übertragen. Beide Aktivisten sprachen sich für eine möglichst rasche und effiziente Reduktion der CO2-Emissionen aus, weil es ansonsten in den nächsten Jahren zu einer weltweiten Klimakatastrophe kommen würde. Beide sind sich einig, dass man globale Antworten auf globale Probleme brauche, wie zum Beispiel ein internationales Klimatribunal und einen Klimagerichtshof.

McKibben appellierte an die Eigenverantwortung und forderte auf, selbst neue Wege zu gehen. "Im Kleinen lassen sich ausgezeichnete Akzente setzen. Hier sind regionale, hochwertige Festivals wie Elevate enorm wichtig, weil sie Menschen zusammenbringen, die an neue Ideen glauben." Bassey versicherte, die positive Energie hier auf dem Festival förmlich zu spüren: "Möge ein jeder Akkord, der hier gespielt werden wird, ein Akkord des Protests sein."

Der "Bunte Hund" unter den Rednern war Mike Bonanno, der als Mitglied von "The Yes Men" bekannt ist. Mit Schein-Homepages geben sich die Medienaktivisten gerne als Unternehmen aus. "Alles nur für den guten Zweck", stellte Bonanno klar. So hatte er auch das Grazer Publikum auf seiner Seite, als er darüber berichtete, wie er dem Chemie-Giganten Down Chemical oder der WTO auf der Nase herumtanzte. Die Unternehmen seien weniger erfreut, die US-Handelskammer habe vor kurzem Klage gegen "The Yes Men" eingereicht, so Bonanno. Im Ausgangsbereich warb er dann noch mit einer E-Mail-Liste für mögliche Aktivitäten in Österreich.

Literatur und Musik

Auf die Reden folgte Literatur und Musik. Fritz Ostermayer und Felix Kubin ließen eine musikalische und literarische Eskalation der Sonderklasse vom Stapel: Wirre und zugleich anregende Klangstrukturen waren der Boden für verspielte Literatur, die auch eine anständige Portion politische Correctness in sich barg. "Wenn sich die Reichen um die Armen kümmern, nennt man das Wohltätigkeit. Wenn sich die Armen um die Reichen kümmern, nennt man das Anarchie", so Ostermayer in seinem Opener. Danach durfte getanzt werden, unter anderem zu den Beats von Bernstein und M.A.R.S.

Viele der jungen Gäste blieben jedoch an der Bar hängen. Es musste noch anständig diskutiert werden.

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