Girls in einem Western-Saloon in Österreich
Girls in einem Western-Saloon in Österreich © ORF

Auf die staubigen Spuren österreichischer Westernhelden und solcher, die es noch werden wollen, heftet sich heute Abend  die neue ORF-Dokumentation "Land der Cowboys" (ORF eins, 21.10 Uhr). Der gleichnamige Film von Romy-Preisträger Alfred Schwarzenberger taucht tief in die skurrile Welt der verschworenen Wild-West-Szene in Österreich ein und eröffnet damit eine neue Reihe der ORF-TV-Kultur.

© ORF

Cowboys und Indianer, Pferdeäpfel und Colt-Attrappen, Südstaaten-Generäle und ihre Ladys. Saloons, Hüte, Stiefel, Sporen, ab und zu ein Schluckerl Whiskey, aber alles historisch absolut korrekt. Sogar die Limonade wird nach einem Originalrezept aus dem Jahr 1860 gebraut. Im Verborgenen existiert in Österreich eine Parallelwelt, in der das Wild-West-Fieber grassiert und eine ganze Schar von Menschen angesteckt hat. Im wirklichen Leben sind sie Nachtwächter, Verkäuferinnen, Altenpfleger, Installateure oder Pensionisten. Aber zu bestimmten Anlässen, und die finden sich zum Glück häufig, schlüpfen sie in eine andere Haut, leben sie ihre zweite Existenz.

In den nächsten beiden Wochen stehen zwei weitere Filme der neuen Reihe auf dem Programm: In "Land der Präsidenten" geht Nina Horowitz am 25. Mai dem regen Vereinswesen nach, das in der rot-weiß-roten Alpenrepublik selbstbewusst gelebt wird. Am 1. Juni porträtiert dann Ed Moschitz das "Land der Griller": Dafür hat er sich auf Grillplätzen an der Donau umgesehen und ist dort auf spannende Lebensgeschichten und zutiefst österreichische Emotionen gestoßen. Die TV-Reihe, in der Österreich, seine Menschen, ihre Befindlichkeiten und Lebensgeschichten stets im Mittelpunkt stehen, soll 2017 mit neuen Themen und wechselnden Regisseuren fortgesetzt werden.