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Zuletzt aktualisiert: 20.02.2013 um 12:21 UhrKommentare

Kampuschs Biopic "3096 Tage" wird uraufgeführt

Foto © APA

Am Montag kommt es im Cineplexx am Wienerberg zu einer filmischen Uraufführung: Die Umsetzung der Leidensgeschichte von Natascha Kampusch für die Leinwand feiert unter dem Titel "3096 Tage" in Wien ihre Premiere. Hierfür sind neben Kampusch selbst auch die Macher des Films angekündigt, wie Regisseurin Sherry Hormann und Antonia Campbell-Hughes (Kampusch) und Thure Lindhardt (Wolfgang Priklopil).

Nach der Premiere in Wien folgen tags darauf München und am Mittwoch Berlin, bevor das Werk am 28. Februar regulär im Kino anläuft. Initiiert hatte das Projekt noch die 2011 verstorbene Produzentenlegende Bernd Eichinger. Seine Kollegin Ruth Toma vollendete das erst zu zwei Drittel fertige Drehbuch nach seinem Tod, wobei die Produktion in diesem Zuge international ausgerichtet wurde.

So drehte die Deutsch-Amerikanerin Hormann auf Englisch mit der Britin Campbell-Huges (2012 Gewinnerin des Berlinale-Shooting Star Awards) als erwachsene Natascha Kampusch, dem Dänen Lindhardt und der jungen Amelia Pidgeon, welche Kampusch zum Zeitpunkt ihrer Entführung spielt.

Die Produktionsfirma Constantin Film holte sich für ihr Vorhaben die Zustimmung der heute 25-jährigen Kampusch, mit der sich Eichinger noch vor Beginn der Arbeit am Drehbuch mehrmals getroffen hatte. Dass Eichinger das Werk federführend auf Schiene gebracht hatte, war für Kampusch ein zentrales Argument, ihm und der Constantin die Rechte zu verkaufen. "Immerhin war der erste Film, den ich in Freiheit im Kino gesehen habe, die Bernd-Eichinger-Produktion 'Das Parfum'", wird sie von der Produktionsfirma zitiert. Im Gegenzug sicherte man ihr vertraglich zu, das Drehbuch lesen zu dürfen und änderte auf ihren Wunsch Details.

Schließlich basiert der Film zu guten Teilen auf der gleichnamigen Autobiografie Kampuschs, die 1998 als Zehnjährige von Wolfgang Priklopil auf dem Schulweg entführt worden war. Nach achteinhalb Jahren Gefangenschaft in einem Keller in Strasshof konnte sie erst im August 2006 aus dem Haus ihres Peinigers fliehen. Dieser beging daraufhin Selbstmord.

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