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Zuletzt aktualisiert: 05.12.2012 um 19:25 UhrKommentare

Doppelte Buchführung bei Salzburger Festspielen

Foto © APA

Das Kuratorium der Salzburger Festspiele hat in seiner Sitzung am Mittwoch die Umstellung des Rechnungswesen auf die sogenannte "doppelte Buchführung" beschlossen. Dies bedeutet, dass die im Juli festgelegte Budget-Obergrenze von 60 Millionen Euro nicht halten wird.

"Diese Obergrenze steht für Inhalte, und an denen wird sich nichts Grundsätzliches ändern", erklärte der Vorsitzende des Festspielkuratoriums und Landeshauptmann-Stellvertreter Wilfried Haslauer (ÖVP) am späten Nachmittag. "Die Budgetzahlen im Einzelnen aber müssen gänzlich neu bewertet werden und sind Gegenstand von Gesprächen und Verhandlungen der nächsten Sitzung am 6. März."

Auch der Rechnungsabschluss 2012 muss bis dahin warten, denn die Umstellung von der als "Kameralistik" bezeichneten einfachen Einnahmen/Ausgaben Buchhaltung auf doppelte Buchführung hat weitreichende Folgen. So waren die Festspiele bisher nur bedingt umsatzsteuerpflichtig und haben eine Reihe von steuerlichen Details über den eigens gegründeten Salzburger Festspielhaus Erhaltungs- und Nutzungsverein abgewickelt. Dieser Verein soll jetzt liquidiert und das Vermögen in den Festspielfonds überführt werden. Der Rechnungshof hatte diese Buchhaltungsumstellung immer wieder gefordert. "Tatsächlich hat dies Vorteile, besonders was das Controlling betrifft", so Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler. "Aber auch die gute alte kameralistische Buchhaltung war gut geeignet, die Festspiele wirtschaftlich seriös zu führen. Zum Beispiel wurden diverse Ausgaben, die jetzt über Jahre verteilt werden können, viel unmittelbarer sichtbar", betonte die Präsidentin.

Neu in Zahlen gefasst werden muss auch das Programmbudget für 2013, das vom Kuratorium im vergangenen Juli mit 60 Millionen Euro gedeckelt worden war. Unvermeidbar ist laut Haslauer das Hereinrechnen des vieldiskutierten Festspielballes, der ja ab 2013 ausgegliedert wird und vom Verein der Freunde der Salzburger Festspiele hätte veranstaltet werden sollen. Der Freundesverein hatte allerdings abgewunken.

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