21. November 2014, 21:27 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 18.01.2012 um 20:35 UhrKommentare

Niko P. kann Bewerbung einpacken

ORF-Boss Wrabetz soll am Donnerstag bekannt geben, dass er auf Pelinka als Büroleiter verzichtet. Dieser könnte bei Sky oder Rewe anheuern.

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Diesmal drängte sich ein anderer "ZiB"-Moderator vor: "Wir machen aus Pelinka-Gerüchten gleich Fakten", sandte Roman Rafreider am Mittwoch via Twitter aus. Die Spatzen hatten es von den Dächern gepfiffen: ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz soll sich dem Druck von Belegschaft und Öffentlichkeit beugen. Er verzichte darauf, Niko Pelinka, bis Weihnachten Anführer der roten ORF-Stiftungsräte, als Büroleiter zu engagieren. Offiziell machte Wrabetz dies am Mittwoch nicht, er wird es wohl am Donnerstag, spätestens morgen, nachholen.

Der 25-jährige Pelinka, der seinen Brotjob bei den ÖBB mit Jahresende gekündigt hatte, befindet sich offenbar schon auf Jobsuche. Am Mittwoch wurde er in München beim Bezahlsender Sky gesehen. Sky Deutschland gehört zur Hälfte der News Corp des Medienmoguls Rupert Murdoch, der im vergangenen Jahr in Großbritannien in einen Abhörskandal verwickelt war. Sky Deutschland hat auch in Österreich Senderechte.

Ein anderes Gerücht besagt, dass Pelinka beim Handelskonzern Rewe anheuern soll, der deutschen Mutter von Billa, Bipa und Merkur.

Und was ist mit den anderen "parteipolitisch motivierten Postenbesetzungen", wie es die ORF-Redakteure genannt haben? Zwei weitere Stiftungsräte machten Karriere im Unternehmen, nachdem sie Wrabetz ihre Stimme gegeben hatten: Ex-ÖVP-Politiker Helmut Krieghofer sei vom Stiftungsrat zum Tiroler Landesdirektor gewählt worden, werde den Job also behalten, heißt es beim ORF; der bisherige rote Betriebsrat Michael Götzhaber seinen als Technischer Direktor detto.

Unsicher ist, ob der bisherige schwarze Betriebs- und Stiftungsrat Robert Ziegler den für ihn erfundenen Job eines "Bundesländerkoordinators" antreten darf. Ebenfalls nicht geklärt ist, ob Thomas Prantner, dessen neu geschaffene Funktion als Stellvertreter des Technikdirektors als Zugeständnis Wrabetz' an FPÖ und BZÖ gilt, bleiben darf.

Auch der Nationalrat diskutierte am Mittwoch über den ORF: Die Grünen wollen, dass nicht mehr die Politik die Stiftungsräte ernennen solle. Kanzler Werner Faymann (SPÖ) sagte dazu: "Dass bei einem öffentlich-rechtlichen Sender die Parteien gar nichts zu reden haben, das gibt es in ganz Europa nicht." ÖVP-Klubchef Karlheinz Kopf wetterte: "Rot-Grün-Orange waren es, die Alexander Wrabetz, einen der unfähigsten Manager des Landes, an die Spitze des ORF gesetzt haben!"

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