27. November 2014, 10:34 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 15.09.2012 um 19:35 UhrKommentare

Steinkrebse umgesiedelt

In Södingberg wurden 600.000 Euro in den Hochwasserschutz investiert.

Foto © Andrea Kratzer

"Es handelt sich zwar nur um ein kleines Gerinne, dennoch hat es hier schon einige Schwierigkeiten gegeben“, meint Reinhard Ribitsch, Gebietsbauleiter von der Wildbach- und Lawinenverbauung bei einer Besichtigung an Ort und Stelle im Bereich des Grünbaches in Södingberg. Die Gesamtkosten für das Hochwasserschutzprojekt betragen 600.000 Euro, die Finanzierung wurde gemeinsam von Bund, Land und Gemeinde Södingberg aufgebracht. "Ein Anteil stammt auch noch von der Landesstraßenverwaltung“, schildert Ribitsch, der dafür sorgte, dass in den vergangenen Jahren in seinem Verantwortungsbereich für sämtliche Bezirke und Gemeinden aktuelle Gefahrenzonenpläne erstellt wurden. Anhand dieser Aufzeichnungen versucht seine Abteilung möglichst viele Gebäude aus den roten und gelben Zonen zu bringen. "Auch müssen wir schauen, dass nicht noch eine zusätzliche Verbauung entsteht.“

"Mit diesem Projekt in Södingberg, das von August 2011 bis April 2012 umgesetzt wurde, ist es uns gelungen, viele betroffene Objekte zu schützen. Wobei man anmerken muss: Tausendprozentige Sicherheit gibt es nie“, so Ribitsch. Das mächtige Rückhaltebecken, das von der Bevölkerung fast völlig unbemerkt, im Waldgebiet oberhalb der betroffenen Einfamilienhäuser errichtet wurde, ist rund sechs Meter hoch. Hinter einem Durchlass versperren wuchtige Eisenstäbe Geröll und Baumstämmen den Weg ins Tal. 600 Kubikmeter Material können dort problemlos zurückgehalten werden. Eine ´Etage“ tiefer befindet sich ein weiteres Bauwerk, das zusätzlich kleineres Material zurückhält. Die Bauarbeiten wurden mit Ökologen abgestimmt. "Ich habe sogar eine Wette verloren, weil dort Steinkrebse vorhanden waren. Ein geschulter Mitarbeiter hat rund 300 Steinkrebse während des Baus einige Meter nach oben übersiedelt“, erzählt Ribitsch.

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FAKTEN

  • Die Wildbach- und Lawinenverbauung ist eine bundesunmittelbare Einrichtung der Republik Österreich und im Lebensministerium angesiedelt.

    Die Sektion Steiermark betreut 3039 Wildbach- und 1167 Lawineneinzugsgebiete mit einer Gesamtfläche von 11.470 Quadratkilometer. Vier Prozent der Fläche der Steiermark sind Risikogebiete (Steinschlag, Rutschungen).

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