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Zuletzt aktualisiert: 29.03.2012 um 22:10 UhrKommentare

Es wird wieder zur Jagd auf Krähen geblasen

Land hält wegen der Krähenplage an höheren Abschussquoten und langer Jagdzeit fest.

Foto © APA

Nach der Notverordnung im Vorjahr musste die Landesregierung in Sachen Krähenplage wieder aktiv werden. Der Anlass: Die steirischen Bauern bangen um ihre Saat (600 Schadensfälle sind gemeldet worden) und fordern rasches Handeln. Ein Monitoring hat allerdings ergeben, dass der Vogelbestand nur dann ungefährdet bleibt, wenn man um ein Drittel weniger Krähen "letal vergrämt" als bisher.

Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) hat neue Quoten vorgeschlagen, demnach sollten 13.229 Nebelkrähen, 3660 Rabenkrähen, aber keine Elstern und Eichelhäher abgeschossen werden. Erst dann, wenn die Abwehrmaßnahmen wie Netze, Blinker und Vogelscheuchen erfolglos bleiben, dürfen die Jäger die Krähen auch tatsächlich ins Visier nehmen.

SPÖ und ÖVP machten diesen Plänen gestern aber einen Strich durch die Rechnung, lehnten diesen Vorschlag ab und einigten sich auf neue, höhere Quoten: Nun soll es 19.335 Nebelkrähen, 5535 Rabenkrähen, 2418 Elstern und 2675 Eichelhähern an den Kragen gehen. Zudem wird die Jagdzeit nicht, wie geplant, gekürzt, sie wird bis zum 31. März 2013 statt bis Ende 2012 dauern. Gerhard Kurzmann will diesen Vorstoß von SPÖ und ÖVP so nicht unterschreiben.

Pikantes Detail am Rande: Ein Gutachten der Naturschutzabteilung des Landes hat ergeben, dass die Eichelhäher unschuldig zum Handkuss kommen, richten sie doch keine groben Schäden an. Dennoch stehen sie auf der Abschussliste.

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