26. November 2014, 18:32 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 13:01 UhrKommentare

Dem Osten droht ein Verkehrschaos

Ostösterreich bereitet sich auf jede Menge Neuschnee vor - und der könnte vor allem auf den Straßen und Bahnverbindungen für Verzögerungen sorgen.

Foto © APA

Dennoch zeigten sich Wiener Linien, ÖBB und Flughafen Wien zuversichtlich, ein drohendes Chaos abwenden bzw. im Ernstfall einigermaßen reibungslos bewältigen zu können. Der ÖAMTC befürchtete am Mittwoch dennoch gröbere Probleme, vor allem auf den Hauptverbindungen.

20 bis 50 Zentimeter Schneefall

Die Meteorologen prognostizieren 20 bis 50 Zentimeter Schneefall, der in der Nacht auf Donnerstag dem Süden und Osten des Landes viel weiße Pracht bescheren wird. Der ÖAMTC rät daher allen Autofahrern: "Zeitgerecht aufstehen, Auto vom Schnee befreien, also nicht nur Sehschlitze freischaufeln und entsprechend rechtzeitig aufbrechen. Verzögerungen bis zu einer Stunde sind locker drinnen - aber nur, wenn nichts passiert", warnte ein Sprecher des Clubs. Der Tipp, auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen sei "gewagt", denn die hätten schließlich das selbe Problem.

Verkehrssituation vorab im Internet checken

Deshalb die Empfehlung des ÖAMTC: Verkehrssituation vorab im Internet checken und sich informieren. Mit Verzögerungen sei auf allen Einfallstraßen nach Wien zu rechnen, vor allem dort, wo es Steigungsstrecken gibt. "Weil, bei starkem Verkehr kommen die Räumfahrzeuge auch nicht mehr durch." Gefährlich bzw. zeitintensiv könnte sich die Fahrt auch auf der Wiener Außenringautobahn (A21), auf der Semmering-Schnellstraße (S6), auf der Südautobahn (A2) im Wechselgebiet und auf der Ostautobahn (A4) gestalten. Auf der Donauuferautobahn in Niederösterreich, auf der A5 sowie auf der S2 könnten noch Schneeverwehungen hinzukommen. Daher gelte: "Unbedingt Tempo reduzieren - und: immer besser langsam als zu schnell fahren."

Auch am Flughafen Wien in Schwechat ist man für heftigen Schneefall gerüstet. "Wir waren in den vergangenen Jahren einer der wenigen Airports in Europa, der immer durchgehend offen war. Die Herausforderungen sind zwar beträchtlich, aber wir sind gut organisiert", betonte Flughafen-Sprecher Peter Kleemann im APA-Gespräch. Rund 500 Mitarbeiter sind im Schichtdienst damit beschäftigt, Vorfeld und Landebahnen zu räumen sowie Flugzeuge zu enteisen. Dennoch sind Verzögerungen nicht auszuschließen. "Wir müssen natürlich damit rechnen, weil wir ja auch abhängig sind von anderen Flughäfen. Wir empfehlen den Passagieren jedenfalls, sich im Vorfeld über die Starts ihrer Flüge zu informieren", sagte Kleemann.

In der Bundeshauptstadt stehen für die über 100 Kilometer Straßenbahnschienen 42 Schienenschneepflüge bereit, dazu sollten rund 1.000 Weichenheizungen jede Menge zu tun bekommen. "Bei viel Individualverkehr stoßen diese Heizungen aber auch an ihre Grenzen, deshalb gibt es auch für sie einen speziellen Reinigungsdienst", so Wiener-Linien-Sprecherin Anna Reich. "Doch trotz bester Vorbereitungen kann es natürlich zu längeren Wartezeiten kommen, weil etwa Falschparker bei viel Schnee schon ein Problem sind." Davor warnt auch der ÖAMTC die Autofahrer: Knapp 270 Euro (Anonymverfügung + Kosten für den Feuerwehreinsatz) kann es nämlich kosten, wenn ein nicht ordentlich am Fahrbahnrand geparktes Fahrzeug die Straßenbahn behindert.

ÖBB fürchten sich nicht

Die ÖBB scheinen sich vorm großen Schneeansturm ebenfalls nicht sonderlich zu fürchten. Schichtbetrieb im Streckendienst, Räumfahrzeuge wie Schneeschleudern und Großschneepflüge sowie 10.000 Weichenheizungen stehen im Einsatz. Garantien für verzögerungsfreie Fahrten gebe es aber nicht, schließlich müsse man damit rechnen, dass Bäume auf die Gleise stürzen. Für solche Fälle stünde jedoch genügend Personal zur Verfügung, um "Blockaden" dieser Art so rasch wie möglich zu entfernen.

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