Zuletzt aktualisiert: 01.05.2015 um 12:15 UhrKommentare

Papst für Abschaffung von lebenslanger Haft

Für Papst Franziskus ist "lebenslang" wie die Todesstrafe, "weil man weiß, dass man nie wieder rauskommt." Man müsse diesen Häftlingen die Hand halten, sie umarmen und mit ihnen weinen.

Foto © (c) AP (Gregorio Borgia)

Papst Franziskus hat sich erneut für eine Abschaffung der lebenslangen Freiheitsstrafe ausgesprochen. Sie sei wie eine Todesstrafe, "weil man weiß, dass man nie wieder rauskommt", sagte der Papst laut Kathpress am Donnerstag im Vatikan. Zugleich forderte er dazu auf, sich mehr um die Betroffenen zu kümmern.

Häftlingen Hand halten

Es brauche vor allem konkrete Gesten. Man müsse diesen Häftlingen die Hand halten, sie umarmen und mit ihnen weinen. Nur solche Nähe könne die Liebe Jesus Christi sichtbar machen. Tröstende Worte könnten hingegen leicht als verletzend empfunden werden, so der Papst bei einer Audienz für 5.000 Mitglieder einer geistlichen Gemeinschaft aus Italien.

Anlass der Äußerung war die Frage einer Gefängnisangestellten aus dem süditalienischen Reggio Calabria. Bereits im Oktober hatte der Papst eine Abschaffung lebenslanger Haftstrafen gefordert.

Kontakt mit Häftlingen

Franziskus ist seit seinem Amtsantritt vor zwei Jahren bereits mehrfach mit Häftlingen zusammengetroffen. Auch seine Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013) und Johannes Paul II. (1978-2005) hatten sich für eine Abschaffung der Todesstrafe eingesetzt, nicht direkt jedoch für einen Verzicht auf die lebenslange Freiheitsstrafe.

Der Katechismus der Katholischen Kirche schließt die Todesstrafe in "schwerwiegendsten Fällen" zum Schutz des Gemeinwohls nicht grundsätzlich aus. Zu lebenslänglicher Haft äußert er sich nicht. Franziskus verwies in seiner Ansprache darauf, dass der Vatikan die Todesstrafe im Rahmen seiner jüngsten Strafrechtsreform abgeschafft habe.

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39 Kommentare

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RadfahrenderGrazerGutmensch am 02.05.2015 13:05 Kommentar melden

Ich weine

lieber mit den Angehörigen der Opfer...
Manche Gewalttäter gehören für die Sicherheit der Bevölkerung einfach Lebenslang ins Gefängnis.
Andere Gewalttäter halt für mindestens 20-30 Jahre weil unter 20 Jahre Haft sind für das Töten eines Mitmenschen ein schlechter Witz.
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MrMystery am 02.05.2015 12:08 Kommentar melden

Gewalt ist wie ein Virus

und dieser gehört bekämpft. Nur weg sperren ist leider auch keine gute Lösung vom Finanziellen her. Ich wäre für die Errichtung eines Arbeitslagers! 1. wird ihnen nicht fad 2. wären diese Leute eine günstige Arbeitskraft und 3. würden sie dem Staat nicht mehr auf der Tasche liegen! Meiner Meinung nach gehört der ganze Strafvollzug neu Organisiert!
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soz1 am 02.05.2015 10:21 Kommentar melden

Jetzt weiß ich einmal mehr...

warum ich mich von der Kirche verabschiedet habe und meinen Austritt erklärte. Liebes Oberhaupt der Kirche versetzen sie sich doch einmal in die Angehörigen von Opfern dann werden sie vielleicht über ihre Denkweise noch einmal nachdenken.
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Antwort von Aussenstehender am 17.05.2015 22:29 Kommentar melden

jetzt weiss ich mehr

Aug um Auge, Zahn um Zahn, das ist eben nicht die Christliche Art.
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kaerntnerfalot am 02.05.2015 09:49 Kommentar melden

Ich denke , was IRGEND

ein alter Mann sagt oder denkt ,
wird hoffentlich niemanden intressieren !

ICH WÄRE DAFÜR , dass die ganzen katholischen PEDO'S IN HEFN GEHN !

DAFÜR WÄR ICH !
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schillinge66 am 02.05.2015 09:17 Kommentar melden

Jesus lehrte unter anderem auch die Vergebung.

Die kürzliche Geste der Vergebung einer KZ-Überlebenden gegenüber einem ihrer Peiniger ist eine großartige Sache, aber auch ihre eigene persönliche Entscheidung. Eine Gesellschaft kann sich diesen Luxus nicht leisten, sie würde in Chaos und Anarchie abtriften. Manchmal entsteht der Eindruck, dass man dies auch erreichen will. Lebenslänglich bekommt man ja schließlich nicht für einen Ladendiebstahl. Sollen künftig die "kreativsten" Gewalttäer mit einem Preis ausgezeichnet werden?
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antigruen am 01.05.2015 20:27 Kommentar melden

Da bleibt mir einfach

nur mehr die Spucke weg. Was dieser Papst immer so von sich gibt... na danke
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Bulletino am 01.05.2015 20:27 Kommentar melden

Papst für Abschaffung von lebenslanger Haft:

Seine Scheinheiligkeit bestraft (i. V.) seine gestrauchelten Gläubigen mit ewiger Verdammnis "zur Hölle"?

Er sollte sich in die irdische Gesetzgebung nicht einmischen und um eine Begnadigung der schmorenden Sünder bemühen.
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secundus am 01.05.2015 19:54 Kommentar melden

Warum nicht für Abschaffung vom Zölibat ....

Warum nicht für Abschaffung vom Zölibat und für die Zulassung von Frauen zum Priesteramt???
Oder Veräußerung eines guten Teils des "weltlichen" Milliardenvermögens um den Armen damit zu helfen?
-
Die Bischöfe und Kardinäle könnten auch wie die Mönche leben.
Vor allem wäre es einmal wichtig alles aufzuarbeiten, was zu diesem enormen Besitztum und Vermögen geführt hat.
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DSV am 01.05.2015 19:50 Kommentar melden

Hoffentlich hat er Recht mit seiner Aussage, dass sein Ponifikat nicht lange dauern wird!
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pero53 am 01.05.2015 18:55 Kommentar melden

Wiederholungstäter

Es ist noch nicht lange her,da kam auch einer viel zu Früh heraus,eine Taxilenkerin bezahlte auf grausame Art mit ihren Leben,so viel dazu.
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Sacredheart78 am 01.05.2015 17:53 Kommentar melden

Damit die Kirchenpedos früher aussakemman?

Achja, hab vergessen.
Bei Vergewaltigungen kriegt man ja nur mehr a Fußfessel.
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Antwort von Aussenstehender am 17.05.2015 22:33 Kommentar melden

vergewaltigung

In Ländern die eine andere Religion als Staatsreligion haben, werden Vergewaltigungsopfer sogar schuldig gesprochen, manchmal dann gesteinigt. Das ist dann das Gegenteil von unserer Justiz
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fritz8766 am 01.05.2015 17:44 Kommentar melden

Papst ist gegen Lebenslang....

.. kein Problem kommen halt alle die Lebenslang oder die Todesstrafe bekommen in den Vatikan und dann kann der Papst oder die Kardinäle sich mit den Verurteilten herumschlagen!!
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flimsy am 01.05.2015 17:06 Kommentar melden

Diese Aussage ist wie eine schallende Ohrfeige für die Opfer und deren Angehörige!

Wer kümmert sich um die Opfer und deren Angehörige und weint mit ihnen?
Wie erst kürzlich in den Medien zu lesen war, hat ein aus der Haft entlassener Mörder wieder gemordet und ein unschuldiges Leben ausgelöscht und damit Familien zerstört!
Hätte dieser Mörder für seine erste Tat eine wirklich lebenslängliche Strafe bekommen, würde diese Taxifahrerin noch leben und könnte für ihre Familie da sein!
Solche weltfremden Aussagen wie von diesem Papst kenne ich sonst nur von den Grünen!
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beobachterstatus am 01.05.2015 15:32 Kommentar melden

euch gehen die Reformen

vom Jesus am 8rsch vorbei. Aber es kann geholfen werden:glaubts ausschliesslich ans alte Testament.
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Antwort von BwanaMakuba am 01.05.2015 17:59 Kommentar melden

Antwort an beobachterstatus

Dieser Papst lebt anscheinend in einer ganz anderen, als der realen Welt? Jesus hat aber auch gesagt "gebt Gott was Gottes ist und dem Kaiser (Staat) was des Kaisers ist. Der Staat hat Gesetze zum Schutz seiner Bürger zu machen. Eine Verhöhnung der Opfer von Verbrechern erkennt dieser Mann durch seine Aussagen anscheinend nicht? In den allermeisten westlichen Demokratien, auch bei uns geht sowieso längst Verbrecherschutz vor Opferschutz. Leider scheint das dieser fromme, oft emotional überschwengliche Mann nicht zu verstehen ?
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Antwort von Aheid am 01.05.2015 17:34 Kommentar melden

Man muss ja nicht gleich verurteilte Mörder umarmen.

Für den Anfang reicht ja auch eine Reise in den Orient, um dort IS-Kämpfer zu umarmen und ihnen Ihr Vorhaben auszureden. Viel Glück!
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racersMichi1990 am 01.05.2015 15:25 Kommentar melden

Noch mehr Verbrechen?

was wird das nächste werde. Will er als nächstes vielleicht die komplette Haft abschaffen? Jetzt hat er zu viel Traubensaft gehabt unser Papst!
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evergreen am 01.05.2015 14:59 Kommentar melden

man sieht es ja -

- überall,aus den medien,der ploitik,der kirche-verbrecher sind helden,opfer die wahren verbrecher wenn die nicht wären??
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dagegen am 01.05.2015 14:56 Kommentar melden

also I waß net

I hab pedos und Mörder scho gern lebenslang weggperrt...Handerl halten und abbussln tan Papst und Co eh scho bei zvü (Minderjährige)
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evergreen am 01.05.2015 14:52 Kommentar melden

lieber papst -

- wer wasser predigt sollte auch wasser trinken,der messwein hat wohl nicht gutgetan????
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wjs am 01.05.2015 14:44 Kommentar melden

Man müsse diesen Häftlingen die Hand halten, sie umarmen und mit ihnen weinen.

nur Kinder darf man prügeln.
Mit seinen geistigen Rülpsern hat er seinen Anfangsbonus in ein Malus verwandelt.
Da war der Ratzinger noch um Häuser besser.
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NIWO am 01.05.2015 14:41 Kommentar melden

Besser wäre die Abschaffung von Religionen.

.
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Antwort von evergreen am 01.05.2015 14:47 Kommentar melden

die politik -

- macht es auch nicht besser.
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Berger1936 am 01.05.2015 14:18 Kommentar melden

Rucksacktouristen (Backpackers) ermordet.

Unwahrscheinlich dass sich Papst Franziskus mit Details von dem Fall Ivan Milat (New South Wales, Australien) beschaeftigen wuerde. Zw. 1988-1993: 3 Deutsche, 2 Briten, 2 Australier. Wahrscheilich mehr. Ein Brite entkam. 1994 zu lebenslaenglicher Haft verurteilt. Umarmen, Hand halten, mit ihm weinen???
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