29. November 2014, 04:28 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 21.01.2013 um 16:05 UhrKommentare

Mehrjährige Haftstrafen nach Wodka-Streit

Foto © APA

Vier slowakische Bettler, die einen 47-Jährigen in Linz durch Fußtritte so schwer verletzt haben sollen, dass er später im Krankenhaus starb, sind am Montag im Landesgericht Linz zu jeweils sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig, die Verteidiger meldeten Nichtigkeitsbeschwerde und Berufung an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab.

Das Schöffengericht folgte damit der Forderung der Staatsanwältin nach einer angemessenen Strafe und nicht jener der Verteidiger nach Freisprüchen. Die vier Angeklagten hatten sich nicht schuldig verantwortet. Außerdem müssen sie der Mutter des Opfers 2.000 Euro Bestattungskosten und ihr sowie den drei Geschwistern des 47-Jährigen je 100 Euro Teiltrauerschmerzengeld zahlen. Der Strafrahmen wegen absichtlich schwerer Körperverletzung mit Todesfolge reicht von fünf bis zehn Jahren Haft.

Die vier Slowaken bestritten ihren Lebensunterhalt mit Betteln und hatten den 47-Jährigen verdächtigt, ihnen den Wodka gestohlen zu haben. Im Hessenpark in der Linzer Innenstadt kam es zu der Auseinandersetzung, bei der das Opfer zuerst niedergeschlagen und ihm dann gegen den Kopf getreten wurde. Der Schwerverletzte lag fünf Tage im Koma, bis er schließlich an den Folgen einer Gehirnblutung starb, so das Ergebnis der Obduktion.

Die Staatsanwältin führte in ihrem Plädoyer aus, dass alle vier Angeklagten sich in ihren Aussagen widersprechen würden, sowohl untereinander als auch verglichen mit eigenen Angaben vor der Polizei. Es gebe eine einzige verlässliche Zeugin, die die Tat beobachtet hatte und die vier Angeklagten identifizieren konnte. Sie beschrieb, dass sie gegen den Kopf des Opfers getreten hätten.

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