03. September 2015, 19:18 Uhr | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 20.01.2013 um 07:18 UhrKommentare

21-Jähriger bei Treibjagd in Niederösterreich erschossen

In Niederösterreich ist ein 21-Jähriger bei einer Treibjagd ums Leben gekommen. Der Mann wurde aus einer Entfernung von 15 Metern von einer Kugel getroffen. Ein 55-jähriger Jäger dürfte den Schuss abgegeben haben. Die Polizei geht von einem Unfall aus.

Foto © APA

Ein tragischer Jagdunfall ist am Samstag im Weinviertel passiert. Ein 21-Jähriger kam bei einer Treibjagd in Unterolberndorf (Bezirk Mistelbach) durch die Kugel eines Jägers (55) ums Leben. Er hatte sich zum Zeitpunkt des Schusses hinter dichtem Gebüsch bewegt und war aus 15 Metern Entfernung getroffen worden, berichtete die Polizei. Der junge Mann starb noch am Unfallort.

An der Wildschweinjagd waren am Samstagvormittag rund 40 Personen, Jäger und Treiber, beteiligt. Laut Polizei trugen alle Signaljacken. Gegen 11.00 Uhr wurde im Bereich eines Güterwegs von den Jägern ein Korridor gebildet, die Treiber sollten das Schwarzwild dorthin drängen.

Der 55-Jährige aus dem Bezirk Korneuburg nahm den Ermittlern zufolge plötzlich einen "dunklen Fleck" hinter dem Gebüsch wahr und feuerte einmal in dessen Richtung. Bei dem "dunklen Fleck" handelte es sich allerdings nicht um ein Wildschwein, sondern um den jungen Treiber, der von der Kugel getroffen wurde. Der Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Das Landeskriminalamt ermittelt. Der 55-Jährige muss mit einer Anzeige rechnen.

Serie von Jagdunfällen

Der Vorfall bildet den traurigen Höhepunkt einer Serie von Jagdunfällen in den vergangenen Monaten. Vor allem in Nieder- und Oberösterreich, aber auch in der Steiermark, wurden seit November des Vorjahres versehentlich Menschen angeschossen und schwer verletzt. Erst gestern war im oberösterreichischen Mühlviertel ein 69-Jähriger durch Schrotkugeln, die sein Bruder auf einen flüchtenden Fuchs feuern wollte, im Gesicht verletzt.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Apps für alle