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Zuletzt aktualisiert: 16.01.2013 um 16:54 UhrKommentare

Indisches Schnellgericht fällt erstes Urteil

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Eines der neuen indischen Schnellgerichte für Vergewaltigungen, die nach der grausamen Tat an einer Studentin eingesetzt worden waren, hat das erste Urteil gefällt. Das Gericht in Neu Delhi verhängte die Todesstrafe gegen einen Sexualtäter, berichteten Medien am Mittwoch. Der Wächter eines Bauernhofes hatte 2011 ein drei Jahre altes Mädchen, das sich verlaufen hatte, vergewaltigt und getötet.

Diese "abscheuliche" Tat sei einer der äußerst seltenen Fälle, die die Todesstrafe rechtfertige, sagte der vorsitzende Richter laut der Zeitung "The Hindu" bei der Urteilsverkündung am Dienstag. Die fünf Schnellgerichte hatten erst vor zwei Wochen ihre Arbeit aufgenommen.

Sie waren als Konsequenz aus der Gräueltat vom 16. Dezember eröffnet worden, bei der eine 23 Jahre alte Studentin von mehreren Männern in einem Bus vergewaltigt und mit einer Eisenstange gefoltert worden war. Dieser Fall wird aber wahrscheinlich erst in ein paar Wochen an eines der Schnellgerichte weitergegeben, da die Anwälte der Angeklagten den Prozessbeginn mit zahlreichen Anträgen hinauszögern.

Derweilen reist die Protestwelle nicht ab. Einen Monat nach der Gruppenvergewaltigung haben etwa 300 Menschen in Neu-Delhi demonstriert. "Ein Monat ist vergangen, und der Gerechtigkeit wurde nicht Genüge getan", hieß es auf einem Schild, das Demonstranten am Mittwoch in der indischen Hauptstadt hochhielten. Andere trugen Plakate mit der Aufschrift "Tod den Vergewaltigern". Manche skandierten "Wir wollen Gerechtigkeit."

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