18. Dezember 2014, 05:06 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 05.01.2013 um 17:17 UhrKommentare

Feuerwehren im Dauereinsatz

Starker Regen hielt die Einsatzkräfte in Österreich auf Trab. Aus der Obersteiermark wurden Muren und Überschwemmungen gemeldet, ein Gebäude musste evakuiert werden, ein Helfer wurde verletzt. Auch in Tirol, Salzburg, Ober- und Niederösterreich sorgte der Regen für Probleme.

Foto © APA

Für den Monat Jänner ungewöhnlich heftige Regenfälle haben in mehreren Bundesländern zu Überflutungen geführt und Muren sowie Hangrutschungen ausgelöst. Betroffen waren Teile von Tirol, Salzburg, Oberösterreich und der Steiermark. In Niederösterreich wird für die kommenden zwei Tage mit einem ein- bis fünfjährlichen Hochwasser entlang der Donau gerechnet. Das Landesfeuerwehrkommando warnte am Samstag vor kleinräumigen Überflutungen. In der Obersteiermark wurde ein Feuerwehrmann bei einem Einsatz verletzt.

Bezirk LIezen stark betroffen

In der Steiermark war vor allem der Bezirk Liezen von Überflutungen und Murenabgängen betroffen. Zu Mittag standen 500 Helfer von 32 Feuerwehren im Einsatz. Einer von ihnen wurde von einer Schlauchkupplung im Gesicht getroffen und erlitt Platzwunden. Von Erdrutschen betroffen waren u.a. die L712, die Steinerstraße, zwischen Öblarn und der Einmündung in die B320, die Ennstal Bundesstraße. Die L715 musste zwischen Weißenbach und Altenmarkt bei St. Gallen wegen Hochwassergefahr gesperrt werden.

Im Tiroler Bezirk Kufstein wurde eine Tischlerei durch einen Hangrutsch erheblich beschädigt. Die Bewohner eines angrenzenden Hauses wurden in Sicherheit gebracht. Der in Niederndorfberg ins Rutschen geratene Teil eines steilen Hanges weist nach Angaben der Feuerwehr ungefähr die Größe eines halben Fußballfeldes auf. In den Bezirken Kufstein und Kitzbühel wurden zahlreiche Keller überflutet, außerdem traten Bäche über die Ufer und überschwemmten Nebenstraßen. Die Grafenweger Landesstraße (L41) war wegen einer Mure gesperrt, drei Häuser wurden vorübergehend geräumt.

Hangrutsch in Salzburg

Im Salzburger Flachgau ist gegen Mittag ein bewaldeter Hang abgerutscht. Die Erdmassen und 20 große Bäume, die mitgerissen wurden, haben die Plainfelder Landesstraße (L220) in Koppl auf rund zwölf Metern Länge einen Meter hoch verschüttet. Das betroffene Hangstück ist etwa 400 Quadratmeter groß und befindet sich außerhalb des Ortsgebiets. Die Feuerwehren des Landes waren schon in der Nacht tätig: Sie mussten wegen kleinerer Murenabgänge und lokalen Ausuferungen von Bächen ausrücken. 50 derartige Einsätze wurden bis in der Früh verzeichnet, 112 waren es bis Mittag. In Hallein traten einige Bäche über die Ufer. Im Pinzgau war am Vormittag die Ortseinfahrt von Zell am See bei Schüttdorf durch eine Mure blockiert. In Bramberg im Pinzgau ist eine rund 50 Meter lang und fünf Meter breite Mure abgegangen. In Pöham im Pongau wurde in der Früh die B99 überflutet, die Straße war für rund eine halbe Stunde gesperrt. In Bramberg im Pinzgau ist eine rund 50 Meter lang und fünf Meter breite Mure abgegangen.

Binnen zwölf Stunden hat es in Salzburg 50 bis 70 Liter pro Quadratmeter geregnet und damit so viel wie in einem Jänner-Durchschnittsmonat, wie Hans Wiesenegger vom Hydrografischen Dienst erläuterte. Der meisten Regen fiel in den Nordstaulagen unterhalb von 1.000 Metern Seehöhe. In den oberen Regionen herrschen tiefwinterliche Verhältnisse. In den Hohen und Niederen Tauern sowie in den Nordalpen bestand große Lawinengefahr.

Zahlreiche Einsätze hat der Starkregen am Samstagvormittag auch für die Feuerwehren in Oberösterreich gebracht. Hauptsächlich ging es um das Auspumpen überfluteter Keller. Im Bezirk Braunau musste ein Pkw geborgen werden, der auf einer überfluteten Straße nicht weiterkam. In Steyr herrschte Hochwasseralarm. Ennskai, Ortskai und Unterer Schiffweg wurden gesperrt. Vor allem in den Bezirken Vöcklabruck, Kirchdorf und Gmunden gab es Einsätze. Auch im Gebiet Mondsee seien einige Straßen überflutet oder wegen möglichen Felssturzes gesperrt, hieß es. Der Hydrografische Dienst des Landes meldete steigende Pegelstände an etlichen Messstellen wie zum Beispiel in Schärding am Inn, Linz, Mauthausen und Grein an der Donau, Wels und Gmunden an der Traun.

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