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Zuletzt aktualisiert: 28.12.2012 um 20:06 UhrKommentare

Uni-Professor stellt Todesstrafe zur Diskussion

Für Aufregung hat ein Musikpsychologe gesorgt, der auf dem Server der Grazer Uni die Todesstrafe für Leugner des Klimawandels und für Gegner der Kontrazeption, die - wie der Papst - am Aids-Tod von Millionen Menschen schuldig sein sollen, zur Diskussion gestellt. Durch zahlreiche Protestnoten aufgeschreckt, reagierte die Uni und distanzierte sich umgehend.

Wie Uni Graz-Pressesprecher Andreas Schweiger einen Bericht des "Kurier" bestätigte, habe man durch rund 50 Beschwerdemails Kenntnis von der problematischen Veröffentlichung erhalten. Richard Parncutt, gebürtiger Australier und seit 1998 Professor für systematische Musikwissenschaft, bezeichnet sich in dem Artikel "Death penalty für global warming deniers?" zwar als Gegner der Todesstrafe, stellte aber zur Diskussion, ob nicht für Verantwortliche von über einer Million Toter andere Maßstäbe zu gelten hätten. Zu diesen Verantwortlichen zählten demnach in Zukunft die Leugner des "Global Warmings" und der Papst nebst enger Berater, weil durch die Haltung der Kirche zur Empfängnisverhütung der Ausbreitung von Aids Vorschub geleistet werde. Parncutt stellte zwar fest, dass er für sie die Todesstrafe nicht direkt vorschlage, sondern nur logisch argumentiere und laut über ein wichtiges Problem nachdenke.

Wie Schweiger am Freitag sagte, sei er über die Äußerungen "entsetzt und bestürzt" und habe umgehend klargestellt, dass Parncutts Meinung nicht die der Uni sei. Der Dekan der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, Helmut Konrad, veranlasste die Entfernung des Textes, der durch eine Entschuldigung des Autor ersetzt wurde. Konrad und Rektorin Christa Neuper verlangten Sachverhaltsdarstellung und luden den Professor zu einem Gespräch ein.

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