28. November 2014, 13:35 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 27.12.2012 um 22:43 UhrKommentare

"Waffen gegen Supermarkt-Gutscheine" in L.A.

Foto © APA

Nach dem Amoklauf an einer Schule in Newtown im US-Bundesstaat Connecticut hat eine ungewöhnliche Tauschaktion in Los Angeles zahlreiche Teilnehmer angelockt: Lange Warteschlangen bildeten sich am Mittwoch in der Westküstenmetropole, wo Waffen gegen Supermarkt-Gutscheine eingetauscht werden konnten.

Die Behörden hatten zuvor betont, Teilnehmer müssten dabei keine Fragen befürchten, woher ihre Waffen stammten. Die Tauschwilligen reichten die Waffen einfach aus dem Autofenster heraus, im Gegenzug bekamen sie Gutscheine.

Für eine Handfeuerwaffe oder ein Gewehr gab es einen Gutschein über 100 Dollar, eine automatische Waffe wurde mit einem 200-Dollar-Coupon belohnt. "Die Resonanz ist sehr gut", sagte der Polizeibeamte Rudy Lopez. Teilweise hätten die Teilnehmer eineinhalb Stunden vor der Abgabestelle gewartet. Die gesammelten Waffen würden im Anschluss an die Aktion eingeschmolzen, sagte Lopez.

Aktivisten der Waffenlobby versuchten während der Aktion vorübergehend, die Wartenden vom Tausch abzuhalten. Sie boten an, die Waffen zu kaufen, um sie "an eine Frau in Gefahr zu spenden", wie es auf einem Plakat hieß.

Im Bundesstaat New York hat indes die Lokalzeitung "The Journal News" die Namen von etwa 33.000 Waffenscheinbesitzern ins Netz gestellt und damit hitzige Debatten ausgelöst. Zeitungs-Herausgeberin CynDee Royle verteidigte die Veröffentlichung. "Die Menschen wollen wissen, wie viele Waffen es in ihrer Nachbarschaft gibt."

An den Schulen aufrüsten will der Justizminister des US-Staats Arizona. Er möchte Schuldirektoren auf deren Wunsch mit Waffen zu versorgen. Jede Schule, die dies wolle, könne dafür auch andere Personen als die Schulleiter benennen, erklärte Tom Horne. Die "ideale Lösung" wäre allerdings seiner Meinung "ein bewaffneter Polizist in jeder Schule".

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