Zuletzt aktualisiert: 28.12.2012 um 08:52 UhrKommentare

Vergewaltigungsopfer schwerer verletzt als bisher angenommen

Die 23-jährige, von mehreren Männern vergewaltigte indische Studentin kämpft in einem Krankenhaus in Singapur weiter um ihr Leben. Die Gruppenvergewaltigung hat in Indien Massenproteste ausgelöst.

Foto © APA

Die von mehreren Männern vergewaltigte indische Studentin ist in einem noch schlimmeren Zustand als bisher bekannt. Das Mount-Elizabeth-Krankenhaus in Singapur, in das sie am Donnerstag eingeliefert worden war, gab am Freitag weitere Erkrankungen und Verletzungen bekannt. Zusätzlich zu ihrem Herzstillstand habe die 23-Jährige eine Lungen- und eine Unterleibsentzündung sowie Gehirnverletzungen erlitten, erklärte Kelvin Loh, ein leitender Vertreter des Krankenhauses. "Die Patientin kämpft gegen alle Widrigkeiten, sie kämpft um ihr Leben."

Ein Team aus Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen arbeite seit der Einlieferung der jungen Frau unermüdlich an ihrer Behandlung. "Sie tun alles in ihrer Möglichkeit Stehende, um ihren Zustand über die kommenden Tage zu stabilisieren." Am Donnerstagabend hatten die Ärzte in Singapur mitgeteilt, die Patientin sei vor ihrer Verlegung bereits drei mal am Unterleib operiert worden und habe einen Herzstillstand erlitten. Die Studentin hatte schwere Darmverletzungen erlitten, weil ihre Peiniger sie mit einer Eisenstange misshandelt hatten.

Von mehreren Männern vergewaltigt

Die 23-Jährige war am 16. Dezember in Neu Delhi von mehreren Männern vergewaltigt worden, als sie mit ihrem Freund nach einem Kinobesuch in einen Bus stieg. Die Tat löste gewaltsame Proteste in Neu Delhi und anderen indischen Städten aus. Vor allem junge Menschen protestierten gegen das Ausmaß der Gewalt und warfen den Behörden vor, nicht genügend gegen Vergewaltigungen und sexuelle Gewalt vorzugehen. Inzwischen wurden die mutmaßlichen Täter festgenommen.

Die Verlegung der Studentin nach Singapur war bei einer Sitzung des indischen Kabinetts am Mittwoch getroffen worden. Die Regierung von Premierminister Manmohan Singh hatte zugesichert, der Staat werde alle Behandlungskosten übernehmen.

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