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Zuletzt aktualisiert: 24.12.2012 um 10:33 UhrKommentare

Bitterer Frost in Russland

Die längsten Dezemberfröste seit einem halben Jahrhundert lähmen das Leben in Teilen Russlands. 88 Menschen sind bereits ums Leben gekommen.

Foto © Reuters

Mit klirrendem Frost von bis zu minus 32 Grad hat die Region um die russische Hauptstadt Moskau die bisher kälteste Nacht des Winters erlebt. Besonders eisig war es im Dorf Tscherusti im Osten des Moskauer Gebiets, wie die Agentur Itar-Tass am Montag meldete. Auch am größten Flughafen der Metropole, Domodedowo, war es mit minus 30 Grad eisig. Eltern durften selbst entscheiden, ob sie ihre kleinen Kinder in die Grundschule schicken wollten. Die Schulen seien geöffnet, Fehlzeiten würden aber nicht als Schwänzen gewertet, teilte die Schulbehörde mit.

Im Osten des Riesenreichs war es noch deutlich kälter. Das Zivilschutzministerium schickte ein Flugzeug mit 60 Öfen in die südsibirische Teilrepublik Tuwa. In der Region an der Grenze zur Mongolei war bei tagelangen Frösten von mehr als minus 40 Grad ein Heizkraftwerk ausgefallen. Mehr als 300 Menschen aus dem Dorf Chowu-Aksy sind in Notunterkünften untergebracht, zahlreiche weitere haben in benachbarten Siedlungen Unterschlupf gefunden.

Bereits 88 Tote

Durch ungewöhnlichen vorweihnachtlichen Dauerfrost sind in Russland bisher 88 Menschen ums Leben gekommen. Die Nachrichtenagentur RIA Nowosti berichtete am Sonntag weiter, 538 Menschen seien wegen Erfrierungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Seit Samstag gab es demnach sieben Kältetote, darunter ein Kind.

Die russische Bevölkerung ist an tiefe Minustemperaturen im Winter gewöhnt. Allerdings fällt das Thermometer für gewöhnlich erst im Januar und Februar auf besonders tiefe Werte. In Sibirien wurden in den vergangenen Tagen schon Temperaturen um die minus 50 Grad erreicht.

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