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Zuletzt aktualisiert: 22.12.2012 um 19:49 UhrKommentare

Gericht billigt Milliarden-Entschädigung

Die US-Justiz hat das Entschädigungsangebot des BP-Konzerns an Betroffene der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko im Jahr 2010 genehmigt. Insgesamt 7,8 Milliarden Dollar gehen an Privatleute und Unternehmen.

Foto © APA

Im April 2010 hatte die Explosion der Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko eine der schlimmsten Umweltkatastrophen in der Geschichte der USA ausgelöst. Bei dem Unglück starben elf Arbeiter, Hunderte Millionen Liter Erdöl strömten ins Meer. 87 Tage dauerte es, bis BP das Leck schließen konnte. Die Küsten von fünf US-Bundesstaaten wurden verseucht, der Fischfang und der Tourismus an der Golfküste massiv geschädigt.

Sowohl die Entschädigungsempfänger, darunter tausende Fischer von der Golfküste, als auch BP begrüßten die Entscheidung. Die Anwälte Steve Herman and Jim Roy, die die Kläger vertreten hatten, betonten, die Entscheidung werde "den Menschen und Unternehmen am Golf die Erleichterung bringen, die sie verdienen".

Der Ölkonzern erklärte, damit werde "die überwiegende Mehrheit der rechtmäßigen Forderungen wegen wirtschaftlicher Verluste und Eigentumsschäden" infolge der Katastrophe erfüllt. Er betonte gleichzeitig, dass die Übereinkunft nicht dazu führen werde, dass das Unternehmen die erwartete Gesamtsumme für Zahlungen wegen der Ölpest in Höhe von 37,2 Milliarden Dollar erhöhen müsse.

Das nun gebilligte Entschädigungspaket umfasst zwar den Großteil der privaten Forderungen an den Konzern. Darüber hinaus dürften auf BP aber noch weitere Zahlungen in zweistelliger Milliardenhöhe zukommen. Dabei handelt es sich um Strafen und Entschädigungszahlungen an die US-Bundesregierung und die betroffenen Bundesstaaten an der Küste. Darüber hinaus haben auch Aktionäre BP verklagt, weil wegen der Ölpest ein monatelanger Stopp für Tiefseebohrungen im Golf von Mexiko verhängt worden war.

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