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Zuletzt aktualisiert: 20.12.2012 um 15:44 UhrKommentare

Gesundheitsreform: Proteste auch in Kärnten

Gegen die Gesundheitsreform wird im Jänner auch in Kärnten protestiert. Für den 16. Jänner ist eine große Informationsveranstaltung an Universität Klagenfurt geplant. Ordinationsschließungen werde es nicht geben.

Foto © APA/Herbert Pfarrhofer

Gegen die Gesundheitsreform wird es im Jänner nicht nur in Oberösterreich Proteste geben, sondern auch in Kärnten. Wie diese im südlichsten Bundesland aussehen werden, ist allerdings noch offen. Ob es so wie in Oberösterreich auch Praxisschließung geben wird, ist noch nicht entschieden. In der Steiermark will die Ärztekammer erst am morgigen Freitag über etwaige Protestmaßnahmen entscheiden. In den anderen Bundesländern wird es nach derzeitigem Stand keine Aktionen geben, bestenfalls könnte es zu Informationen an die Patienten kommen.

Kärnten

Die Kärntner Ärztekammer hat am Donnerstagnachmittag bekannt gegeben, dass es im südlichsten Bundesland mit Sicherheit keine Schließungen von Ordinationen geben wird. "Das ginge zulasten der Patienten und genau das wollen wir ja vermeiden", sagte Kammeramtsdirektor Bernd Adlassnig. Am Aktionstag am 16. Jänner wird es eine große Informationsveranstaltung für Mediziner an der Universität Klagenfurt geben. Dort sollen die Ärzte über die Auswirkungen der Gesundheitsreform informiert werden. Über die weitere Vorgangsweise könne man zudem erst diskutieren, wenn der Inhalt der am Mittwoch bei der Landeshauptleutekonferenz getroffenen Vereinbarung bekannt sei. "Wir kennen das Papier bisher nicht, sondern lediglich Entwürfe", hieß es bei der Ärztekammer.

In Salzburg wird die Ärztekammer am 16. Jänner ihre Mitglieder über die Position der Standesvertretung informieren, "und wir werden das auch der Bevölkerung kommunizieren. Sollten später die befürchteten Probleme auftreten, dann werden wir uns erlauben, darauf hinzuweisen", sagte Kammerpräsident Karl Forstner zur APA. Auf weitere Protestaktionen verzichtet die Ärztekammer Salzburg vorerst, obwohl sie mit der Entscheidung der Politik nicht einverstanden ist. "Wir kritisieren, dass die Reform Nachteile für die Patienten bringen wird. Ordinationsschließungen bringen aber auch Nachteile für die Patienten, das geht nicht zusammen. Daher halten wir sie für den falschen Weg", betonte Forstner. "Die Politik entscheidet in Österreich, so sind die Spielregeln, und das nehmen wir zur Kenntnis. Daher wollen wir in eine konstruktive Position zurückkehren."

Auch seitens der Ärztekammer NÖ sind derzeit keine Protestmaßnahmen geplant. Pressesprecherin Birgit Jung verwies lediglich auf eine Kurienversammlung der niedergelassenen Ärzte am 16. Jänner. Dabei werde auch die weitere Vorgangsweise diskutiert. Im Burgenland sind derzeit ebenfalls keine weiteren Proteste der Ärzte geplant. Stattdessen wolle man vorerst Gespräche führen. „Derzeit scheinen unsere Maßnahmen von Erfolg gekrönt, daher scheinen keine weiteren Protestmaßnahmen nötig zu sein“, sagte Ärztekammerpräsident Michael Lang. Auch in Vorarlberg und in Tirol sind keine derzeit Protestmaßnahmen geplant.

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