24. November 2014, 18:56 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 18.12.2012 um 13:59 UhrKommentare

Österreichweit im Dezember ein Viertel mehr Delikte

Zu keiner anderer Jahreszeit werden in Österreich so viele Straftaten begangen wie rund um Weihnachten. Auch insgesamt steigen die angezeigten Straftaten von Jahr zu Jahr. Dies ergab die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage, die der Salzburger Nationalratsabgeordnete Johann Maier an das Innenministerium gerichtet hatte.

Demnach wurden im Dezember 2011 österreichweit 51.583 Delikte angezeigt. Das ist um 6,4 Prozent mehr als im Jahr 2010 und zugleich um fast um ein Viertel (23,6 Prozent) mehr als im Durchschnitt der Monate Jänner bis November.

Für Johann Maier besonders auffällig ist die sprunghafte Zunahme von Betrugsfällen im Dezember, nämlich plus 52,4 Prozent gegenüber den übrigen elf Monaten. Dies sei wohl eindeutig auf das kontinuierliche Anwachsen von Online-Betrügereien zurückzuführen, so der Nationalratsabgeordnete.

"Mich sorgen zudem die Zahlen zum Thema Jugendkriminalität. So verzeichnete die Polizei im Jahr 2010 67 Raubüberfälle, während im Dezember 2011 bereits 108 Jugendliche Räuber angezeigt wurden", erklärte Maier am Dienstag in Salzburg.

Auch die Entwicklung von Gewalt in den Familien sei alles andere als beruhigend, so Maier. Laut Innenministerium sind 2001 538 Fälle, 2010 704 Fälle und 2011 schon 766 Fälle zur Anzeige gebracht worden. "Gerade bei innerfamiliären Gewaltdelikten darf man auf die Dunkelziffer nicht vergessen. Man kann davon ausgehen, dass nur ein kleiner Teil der Gewaltanwendungen tatsächlich polizeilich gemeldet wird."

Zurück zum Problem-Monat Dezember, da verzeichnen die Statistiker in der Steiermark den größten Anstieg von angezeigten Straftaten, nämlich plus 15,6 Prozent von 2010 auf 2011, gefolgt von Niederösterreich mit einem plus von 11,5 Prozent. Im Vergleich der Landeshauptstädte zwischen dem Dezember 2010 und dem Dezember 2011 liegt Innsbruck mit plus 33,3 Prozent vor St. Pölten mit 30,1 und Eisenstadt mit 27 Prozent. Am niedrigsten ist die Dezember-Steigerung an Straftaten mit knapp 2 Prozent in Wien, wobei die Bundeshauptstadt mit 18.733 "weihnachtlicher" Straftaten in absoluten Zahlen natürlich unangefochten an der Negativ-Spitze liegt.

  • Druckbare Version anzeigen
  • E-Mail

Kommentare

Es sind noch keine Kommentare vorhanden.

» Kommentar erstellen

Wir weisen darauf hin, dass dieses Forum nicht moderiert wird. Als Nutzer stimmen Sie der Speicherung der von Ihnen angegebenen Daten (Stamm-, Verkehrsdaten, etc.) ausdrücklich zu. Bei der Erstellung von Kommentaren haben Nutzer rechtliche Bestimmungen (zB Privat-, Strafrecht), die Netiquette und Forenregeln einzuhalten. Beschimpfungen, Verspottungen, Belästigungen, Ehrbeleidigungen, etc. sind daher verboten! Beiträge, die diesen Bestimmungen zuwiderlaufen, werden bei Kenntnis gelöscht, Nutzer allenfalls gesperrt. Die angegebenen Daten werden an staatliche Stellen (zB Polizei, Gericht) bei Untersuchung von vom Nutzer verbreiteten Materialien, oder sonst vorgenommenen ungesetzlichen Aktivitäten, weitergegeben. Weiters werden angegebene Daten (Name, Postanschrift und E-Mail-Adresse, jedoch keine Handynummer) an sonstige Dritte bei Verletzung von Rechten oder sofern deren Rechtsverletzung nachvollziehbar behauptet wird (zB gem. § 18 Abs. 4 ECG), weitergegeben. Mit der Erstellung von Kommentaren stimmen Sie dem ausdrücklich zu und verzichten auf die Geltendmachung von jeglichen Ansprüchen. Siehe dazu auch unsere Forenregeln/Betriebsbedingungen in den AGB.

Wartungsarbeiten

  • >> Liebe User!
    • Auf unserer Website gibt es einige Neuerungen:
    • Die bisherigen Gemeinde- und Bezirksseiten werden durch Regionalportale ersetzt – Sie erhalten hier alle wichtigen Neuigkeiten aus Ihrer Region.
    • Auf der Startseite werden Nachrichten nun in Ressort-Blöcke gegliedert (Sport, Politik etc.) - für einen besseren Überblick.
    • Aufgrund von technischen Umstellungen können wir vorübergehend keine Wetterinformationen und Gewinnspiele anbieten. Die Inhalte werden ehestmöglich wieder bereitgestellt. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

    Weitere Informationen finden Sie HIER. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an: feedback@kleinezeitung.at
    Ihr Kleine Zeitung Team

Apps für alle