24. November 2014, 04:00 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 10.12.2012 um 13:38 UhrKommentare

Kältetote in mehreren Ländern Europas

Der Winter hält Österreich und das übrige Europa fest im Griff. Seit Freitag herrschen teils zweistellige Minustemperaturen. In Mittel- und Osteuropa kostete die Kälte bereits mehrere Menschen das Leben.

Foto © APA

Die Kältewelle in Europa hat auch den Norden Griechenlands erreicht. In der Region der Kleinstadt Florina herrschten am Montag in der Früh Temperaturen von minus fünf bis minus sieben Grad. Zahlreiche Straßen waren nur mit Schneeketten befahrbar. Das teilte am Montag das Nationale Wetteramt (EMY-HNMS) mit. In Athen schien dagegen die Sonne bei etwa elf Grad. Auf Kreta wurden Temperaturen um 14 Grad gemessen.

Wegen der vereisten Straßen blieben am Montag die Schulen in Florina geschlossen. Die kommenden zwei Tage werde dort Dauerfrost herrschen, hieß es. In der nordgriechischen Hafenstadt Thessaloniki kam es zu einem Verkehrschaos. Wegen Eisregens ereigneten sich mehrere Unfälle, wie die Polizei mitteilte.

Kälte forderte Todesopfer

Die klirrende Kälte hat in Mittel- und Osteuropa bereits mehrere Todesopfer gefordert. In Polen starben seit Freitag drei Menschen, in Tschechien ebenfalls drei und in Serbien eine Person.

In Tschechien wurde eine 47 Jahre alte obdachlose Frau tot auf der Bank eines Busbahnhofs in der Stadt Roznov pod Radhostem im Osten des Landes gefunden. Im Norden starben zwei Männer im Alter von 67 und 58 Jahren im Freien an Unterkühlung. Der tschechische Wetterdienst verlängerte seine Warnung vor Glatteis und starkem Schneefall bis Dienstag. Senioren, Kinder und kranke Menschen sollten sich nicht längere Zeit im Freien aufhalten. Am kältesten wurde es am Sonntag mit minus 23,9 Grad auf 1.000 Meter Höhe in der Böhmerwald-Einöde Breznik an der Grenze zu Bayern.

Im Zentrum und im Osten Polens erfroren bei Temperaturen von bis zu 15 Grad Minus insgesamt drei Männer im Alter zwischen 35 und 87 Jahren in der Nähe ihrer Wohnungen. Auch in der nordserbischen Stadt Novi Sad erfror ein etwa 60-jähriger Mann in seinem Haus.

Am Balkan schneite es am Wochenende heftig. Seit Samstagmorgen schneite es in Serbien ununterbrochen. Es kam zu starken Verkehrsbehinderungen. Auch das Nachbarland Kroatien erlebte heftigen Schneefall. In der Hauptstadt Zagreb lag das weiße Nass stellenweise 40 Zentimeter hoch. Viele Straßenbahnen und Busse konnten nicht fahren. Der Flughafen von Zagreb wurde für acht Stunden geschlossen.

In Bosnien wurde am Samstag ein Mann in seinem Obstgarten in der Gemeinde Celinac bei Banja Luka tot aufgefunden. Am Sonntag wurde auf einem Verkehrsweg in der Ortschaft Mucalovici ein weiterer Mann im bewusstlosen Zustand entdeckt. Er wurde ins Krankenhaus von Banja Luka eingeliefert, wo er an den Folgen der Erfrierung starb.

Auch in Deutschland gibt es das Todesopfer. Im hessischen Rüsselsheim ist ein Obdachloser im Schlaf erfroren. Wie die Polizei in Darmstadt am Montag mitteilte, hatte sich der 38-Jährige in der Nacht auf Sonntag direkt vor der Tür eines Wohncontainers mit einem Schlafsack hingelegt. Im Container selbst seien alle Plätze vergeben gewesen. Der Mann habe sonst unter einer Brücke geschlafen.

Im vergangenen Winter hatte allein Polen rund 200 Kältetote registriert. Häufig handelt es sich bei den Opfern um betrunkene Obdachlose.

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