21. November 2014, 18:57 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 06.12.2012 um 13:11 UhrKommentare

Grüne forderten Limit bei Schneekanonen

Foto © APA

Die Tiroler Grünen fordern bei der Erschließung der Tiroler Bergwelt "verbindliche Ausbaugrenzen". Die Landesregierung müsse endlich eine "sinnvolle Obergrenze" einziehen, meinte Landessprecherin, LAbg. Ingrid Felipe am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Innsbruck. Es gehe darum, eine Deckelung von Pistenkilometern und Beschneiungsanlagen einzuführen, erläuterte sie.

Besonders die Anzahl der Schneekanonen sind den Grünen ein Dorn im Auge. Diese hätten sich in den vergangenen fünf Jahren auf mittlerweile 10.000 Stück vervierfacht, gab der Grüne LAbg. Gebi Mair an. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die "exorbitant steigenden Kosten" und die negativen Auswirkungen für das Klima. Seiner Meinung nach werde "auf Teufel komm raus" beschneit und dabei Unmengen an Energie und bestem Tiroler Quellwasser benötigt.

"Allein im Bezirk Kitzbühel gibt es 3.000 Schneekanonen. So viele gab es im Jahr 2007 in ganz Europa", sagte Mair. Als eine Koalitionsbedingung für eine etwaige grüne Regierungsbeteiligung in Tirol wollte der Oppositionspolitiker die Forderung nach einer Obergrenze nicht verstanden wissen. Es handle sich dabei um einen von vielen Verhandlungspunkten.

5.270 Pistenkilometer gebe es in Tirol, 4.400 Hektar könnten per Bescheid beschneit werden. "Eine einmalige Vollbeschneiung mit 25 Zentimetern Schneehöhe kostet allein zwischen 28 und 50 Millionen Euro an Betriebskosten", berechnete der LAbg. Es brauche eine Nachdenkpause bei der künstlichen Beschneiung, man investiere sich "um Kopf und Kragen". Zudem kritisierten die Grünen, dass es keine fixe Beschneiungszeit mehr gebe und theoretisch sämtliche Skigebiete zur selben Zeit ihre Schneekanonen anwerfen könnten.

Felipe ortete überdies "zunehmende Begehrlichkeiten" der Seilbahnunternehmer an weiteren unbegrenzten Erschließungen. Erst kürzlich hatte nämlich das Land Tirol die umstrittene Erschließung eines Skigebietes auf den 2.811 Meter hohen Piz Val Gronda bei Ischgl (Bezirk Landeck) genehmigt. Im Dezember-Landtag kommende Woche sollen die "Grenzen der Erschließung der Tiroler Bergwelt" Gegenstand einer mündlichen Anfrage der Grünen an Landeshauptmann Platter sein.

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