18. Dezember 2014, 12:29 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 03.12.2012 um 12:32 UhrKommentare

Geiselnahme bei bewaffnetem Bankraub

Zwei Unbekannte haben Montag früh eine Bank in Laakirchen (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich überfallen. Die Täter waren mit Maschinenpistolen bewaffnet und konnten nach der Tat flüchten. Inzwischen wurde das Fluchtfahrzeug sichergestellt.

Foto © APA

Zwei mit Maschinenpistolen bewaffnete Bankräuber haben Montag früh in Laakirchen (Bezirk Gmunden) in Oberösterreich drei Geiseln genommen und gefesselt. Sie entkamen mit Bargeld in unbekannter Höhe. Am Vormittag wurde das Fluchtfahrzeug der Täter sichergestellt. Sie hatten es in der Ortschaft Lindach, nahe der Auffahrt auf die Westautobahn Laakirchen-West zurückgelassen. Das teilte die Pressestelle der Polizei Oberösterreich mit.

Die beiden Männer waren Montag früh vor Geschäftsbeginn über ein Kellerfenster in die Filiale des Geldinstituts eingestiegen. Im Gebäudeinneren warteten sie auf die Angestellten. Als die ersten beiden gegen 7.50 Uhr zum Dienst erschienen, wurden sie mit Maschinenpistolen bedroht und mit Kabelbindern gefesselt. Wenig später kam noch eine dritte Bankmitarbeiterin. Auch sie wurde gefesselt.

Geiseln befreiten sich selbst

Nachdem sie die Belegschaft außer Gefecht gesetzt hatten, bedienten sich die Täter in aller Ruhe im Tresorraum. Sie erbeuteten Bargeld in unbekannter Höhe. Dann verließen die zwei dunkel gekleideten und mit Sturmhauben maskierten Männer die Filiale und flüchteten mit einem dunklen Fahrzeug älteren Baujahres. Die Geiseln konnten sich nach der Flucht der Täter selbst befreien und den Alarm auslösen. Alle drei blieben bei dem Überfall unverletzt, waren aber schwer geschockt. Sie mussten vom Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes betreut werden.

Der Fluchtwagen wurde wenig später nahe der Westautobahn (A1) auf dem Parkplatz einer Wohnanlage gefunden. Er war bereits vor einigen Tagen in Pupping (Bezirk Eferding) gestohlen worden. Die darauf montierten tschechischen Kennzeichen waren ebenfalls gestohlen. Die Polizei geht davon aus, dass die Täter das Fahrzeug gewechselt haben.

Die Tat erinnert stark an einen Banküberfall mit neunfacher Geiselnahme am 23. Oktober in Asten. Auch damals waren die Räuber mit Maschinenpistolen bewaffnet. Sie waren ebenfalls bereits vor Geschäftsbeginn in die Filiale eingestiegen und hatten ihre Opfer - acht Bankmitarbeiter und eine Reinigungsfrau - dort erwartet und gefesselt, um dann den Tresor leerräumen zu können. Eine weitere Parallele ist das Zurücklassen - und vermutliche Wechseln - des Fluchtfahrzeugs nahe der Autobahn.

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