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Zuletzt aktualisiert: 04.11.2012 um 14:55 UhrKommentare

BBC-Missbrauchsaffäre bringt Lawine ins Rollen

Im Zuge der Aufdeckung des Missbrauchsskandals um den BBC-Starmoderator Jimmy Savile mehren sich in Großbritannien Hinweise auf andere Fälle von Kindesmissbrauch durch Prominente. Der Kinderbeauftragte in Wales, Keith Towler, sprach sich am Wochenende dafür aus, Vorwürfen gegen einen ehemaligen Spitzenpolitiker aus der Zeit der Regierung von Margaret Thatcher (1979-1990) nachzugehen.

Die Anschuldigungen stehen im Zusammenhang mit Vorfällen in Kinderheimen im Norden von Wales zwischen 1974 und 1990. Ein führender konservativer Politiker soll nach Aussagen von Missbrauchsopfern damals als Mitglied eines Pädophilenrings Kinder missbraucht haben. Die im Savile-Fall um ihre Glaubwürdigkeit ringende BBC hatte am Freitag in ihrem Abendprogramm zwei Männer zu Wort kommen lassen, die nach eigenen Angaben in den Heimen damals Opfer des nicht namentlich genannten Politikers wurden. Zwar wurde die Heim-Affäre bereits 2000 untersucht, ihre Vorwürfe seien aber nicht berücksichtigt worden. Towler sprach sich dafür aus, den Vorwürfen nachzugehen. "Ich würde eine umfassende Untersuchung unterstützen", sagte er der BBC.

Scotland Yard hatte kürzlich wegen des Verdachts auf "Missbrauch in noch nie da gewesenem Ausmaß" durch den Fernsehmoderator Savile Ermittlungen eingeleitet. Den Ermittlern zufolge gibt es Hinweise, dass Savile rund 40 Jahre lang Kinder missbrauchte. Die Polizei geht von 300 möglichen Opfern aus. Savile war im Jahr 2011 im Alter von 84 Jahren gestorben. Im Zuge der Ermittlungen wurden bereits weitere Prominente vorübergehend festgenommen und vernommen.

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