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Zuletzt aktualisiert: 26.10.2012 um 18:34 UhrKommentare

Europaweite Razzien: Hunderte Lokale in Österreich

Foto © APA

In Österreich wurden im Zuge der europaweiten Razzien gegen den westafrikanischen Menschenhandel hunderte Lokale überprüft. In Wien kam es zu fünf Verhaftungen, sagte Gerald Tatzgern, Leiter der Zentralstelle Menschenhandel im Bundeskriminalamt (BK). Die Aktion soll neue Erkenntnisse in diesem Bereich liefern.

Die Ermittlungen gegen die Ausbeutung der Frauen aus der 20-Millionen-Einwohner-Region Benin in Nigeria seien schwierig, so Tatzgern. "Es gibt eine Vielzahl von Opfern, aber ihre Identifizierung ist oft kaum möglich." Die Frauen werden unter Druck gesetzt und mundtot gemacht.

"Viele stehen im Bann des Voodoo-Zaubers", erklärte Tatzgern. Voodoo-Priester genießen in Nigeria ein hohes Ansehen, sie können alle jungen Mädchen aus einem Dorf verbannen. Die Frauen sind davon überzeugt, dass "etwas passiert", wenn sie sich nicht an die Regeln halten.

Die Aktionen sollten helfen, neue Erkenntnisse für die Polizeiarbeit zu finden. "Wir wollen auch schauen, welche Reaktionen solche Schwerpunkte auslösen - und, wo sich die Frauen überhaupt aufhalten." Im Einsatz waren nicht nur Kriminalpolizisten, sondern auch Uniformierte.

Der BK-Experte sieht generell einen Trend in Richtung gesteigerter Nachfrage nach schwarzafrikanischen Frauen in der Sexbranche. Die Hintermänner lassen für ihre Opfer keine sozialen Kontakte zu, die Frauen müssen über jeweils kurze Zeiträume in verschiedenen Ländern ihren Tätigkeiten nachgehen.

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