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Zuletzt aktualisiert: 25.09.2012 um 10:49 UhrKommentare

Po-OPs sind in Beverly Hills der Hit

Bauchfett für das Hinterteil - Immer mehr Frauen in Kalifornien lassen sich Gesäß aufpolstern. Das verschönerte Gesäß sei gut für die Patientinnen, "ihre Beziehung, ihre Ehemänner, ihr Selbstvertrauen", sagt der Schönheitschirurg Ashkan Ghavami in Beverly Hills.

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Nicht nur das Gesicht soll faltenfrei sein und die Körbchengröße stimmen, auch der Po soll straff und ein echter Hingucker sein: Nach Face-Lifts und Brustvergrößerungen sind in Kalifornien nun Po-OPs der letzte Schrei. Ob größer, runder oder glatter - kosmetische Eingriffe am Hinterteil haben deutlich zugenommen. Das so verschönerte Gesäß sei gut für die Patientinnen, "ihre Beziehung, ihre Ehemänner, ihr Selbstvertrauen", sagt der Schönheitschirurg Ashkan Ghavami in Beverly Hills.

Die 21-jährige Kristina hat sich bei Ghavami unters Messer begeben: "Ich wusste einfach, dass ich unglücklich war", erzählt sie. "Und dann habe ich etwas für mich getan, das mich glücklich machte. Und ich fühle mich großartig." Der iranischstämmige Ghavami, Professor an der Universitätsklinik in Los Angeles, führte bisher bei rund 700 Patienten Po-Straffungen durch. Statt mit Implantaten arbeitet Ghavami mit Eigenfett der Patienten, das am Bauch, den Schenkeln oder Armen entnommen und in den Po gespritzt wird.

Eine 49-jährige Buchhalterin entschloss sich zur Operation, weil es "bestimmte Regionen gibt, an denen auch noch so viele Diäten und Sport nichts ändern", sagt die Frau, die anonym bleiben will. "Mit 49 habe ich mir dann gesagt: Warum nicht? Du wirst dich dadurch viel besser fühlen, deine Kleider werden besser sitzen." Vor der OP habe sie noch viereinhalb Kilogramm zugenommen, betont sie. "Damit mehr Fett zum Übertragen vorhanden ist, je mehr desto besser. An meinem Gewicht hat die OP dann nichts verändert, aber jetzt ist es besser verteilt."

Ghavami führt die Operationen seit sieben Jahren durch, die meisten davon in den vergangenen drei bis vier Jahren. "Bisher lag der Fokus auf den Brüsten, dass sich die Körpergestaltung auf den Hintern konzentriert, ist eindeutig neu", sagt der Arzt, der die Po-Straffungen mit dem Körperfett als erster machte und nun andere Chirurgen darin unterweist. Am beliebtesten sind sie in Los Angeles, wo Botox-Behandlungen, falsche Wimpern, Gesichtslifting oder Haarentfernung per Laser an der Tagesordnung sind.

Doch wer einen schönen Hintern haben will, muss leiden. "Wir machen kleine Schnitte, gehen mit einer Kanüle rein und saugen das Fett in einen sterilen Behälter. Dann waschen wir es und ziehen es auf Spritzen und injizieren es in den Po", erklärt Ghavami. "Dabei wird die Haut darunter gefüllt, was übrigens auch die Cellulite bessert."

Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben der US-Vereinigung der Plastischen Chirurgen mit rund 13,8 Millionen fünf Prozent mehr kosmetische Operationen durchgeführt als 2010. Ganz oben steht die Brustvergrößerung, gefolgt von Nasenkorrekturen, Fettabsaugen und Lifting. Die Po-OPs legen dabei stetig zu. "Im Moment ist es für viele Chirurgen neu, deshalb werde ich eingeladen, darüber zu referieren, es ist im Trend", sagt Ghavami. Mit umgerechnet 7000 bis 12.350 Euro schlägt ein solcher Eingriff zu Buche.

Unangenehmster Teil auf dem Weg zum perfekten Hinterteil sind die Wochen nach der Operation. "Diesen Teil vergesse ich lieber", sagt die 49-jährige Buchhalterin. Drei Wochen konnte sie nicht sitzen, schlafen war im ersten Monat nur auf der Seite möglich. "Als ich ins Büro zurückkehrte, konnte ich wieder sitzen. Aber ich habe eine Weile auf den Knien gearbeitet."

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