18. Dezember 2014, 05:03 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 01.09.2012 um 20:21 UhrKommentare

Ausschreitungen bei Protest gegen Dutroux-Exfrau

Foto © APA

Die Freilassung der früheren Frau des Kindermörders Dutroux schlägt in Belgien immer noch hohe Wellen. Viele Bürger sind empört. In Michelle Martins Zufluchtsort in den Ardennen kam es zu gewaltsamen Zwischenfällen. Die belgische Regierung kündigte eine Verschärfung der Strafgesetze an.

Bei Protesten gegen die vorzeitige Freilassung der Ex-Frau von Kinderschänder Marc Dutroux ist es am Samstag in Malonne bei Namur zu Ausschreitungen gekommen. Etwa 100 Menschen hatten in der Nähe des Nonnenklosters protestiert, wo Michelle Martin seit Wochenbeginn lebt. Die Polizei, die das Ordenshaus schützt, verstärkte ihre Präsenz. Zwei Personen wurden vorläufig festgenommen.

Als Martin am Dienstagabend nach ihrer Freilassung in dem Ardennen-Ort angekommen war, hatten bereits rund 50 erboste Bürger vor dem Kloster protestiert. Martin war als Komplizin Dutroux' zu 30 Jahren verurteilt worden, von denen sie 16 abgesessen hat.

Angesichts der heftigen Kritik an der Freilassung von Michelle Martin hat die belgische Regierung eine Verschärfung der Strafgesetze angekündigt. Ministerpräsident Elio Di Rupo zufolge ist eine Verschärfung der Regeln für vorzeitige Haftentlassungen unter Auflagen bereits in Vorbereitung. Demnach soll beispielsweise jeder, der zu einer 30-jährigen Haftstrafe verurteilt ist, mindestens drei Viertel davon im Gefängnis verbüßen.

Michelle Martin war 1996 zusammen mit dem Pädophilen Dutroux festgenommen und im Jahr 2004 zu 30 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Im Juli gab ein Gericht in Mons jedoch ihrem Antrag auf vorzeitige Entlassung aus der Haft statt. Diese in Belgien höchst umstrittene Entscheidung wurde am Dienstag vom Kassationsgericht bestätigt.

Die 52-Jährige unterliegt nach ihrer Freilassung strengen Auflagen. So muss sie in einem Kloster im südbelgischen Malonne leben, wo sie am Dienstag eintraf. Sie darf sich nicht in der Öffentlichkeit zeigen.

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