27. November 2014, 11:29 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 20.08.2012 um 13:30 UhrKommentare

Kinderarzneimittel-Studien werden gefördert

Foto © APA

Was in Österreich seit längerem gefordert wurde, wird jetzt mit der Hilfe des Gesundheitsministeriums und der Pharmaindustrie umgesetzt: Eine Anschubfinanzierung von je 150.000 Euro über die nächsten fünf Jahre hinweg soll die Etablierung eines Forschungsnetzwerkes für Kinderarzneimittel ermöglichen. Bekannt gegeben wurde die Initiative anlässlich der Alpacher Gesundheitsgespräche.

Da ein Gutteil der in der Kinderheilkunde verwendeten Medikamente keine eigene Zulassung und keine ausreichende Untersuchung in klinischen Studien vorzuweisen hat, besteht auf diesem Gebiet erheblicher Aufholbedarf.

Gesundheitsminister Stöger betonte die Schwerpunktsetzung seines Ressorts in Sachen Kinder- und Jugendgesundheit: "Wir haben die Aufwendungen für das Kinderimpfprogramm um 50 Prozent erhöht. Wir haben nahezu eine hundertprozentige Deckung bei der Impfrate." Auf der anderen Seite gebe es bei den Medikamenten für Kinder große Defizite, was die Studienlage betreffe: "Bis zu 90 Prozent der Medikamente wurden nicht auf Kindertauglichkeit geprüft."

Entsprechend den Forderungen der EU, die solche Studien für alle auf dem Markt befindlichen Arzneimittel fordert, soll nun auch in Österreich die klinische Forschung im Bereich der Pädiatrie verstärkt werden. Reinhold Kerbl, Präsident der Österreichischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendheilkunde: "Wir wollen für unsere Patienten nicht nur die besten, sondern auch die sichersten Arzneimittel verfügbar machen."

Mit dem Geld des Gesundheitsministeriums - in gleicher Höhe wird die Initiative von der pharmazeutischen Industrie unterstützt - soll speziell die Koordination von Arzneimittelstudien mit Kindern als Probanden in Österreich gefördert werden. FPÖ-Ärztesprecher Andreas Karlsböck begrüßte die Initiative, forderte aber sofortige Maßnahmen für die Kindergesundheit.

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