25. November 2014, 02:55 Uhr | Aktualisiert vor 2 min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 04.07.2012 um 09:42 UhrKommentare

Ganze Insel sucht Sebastian

Ein zehnjähriger Bub aus Wien wird seit Sonntag auf der Nordseeinsel Amrum vermisst. Bewohner und Urlauber wurden aufgerufen, ihre Strandfotos der Polizei zu schicken. Diese kann inzwischen ein Verbrechen nicht mehr ausschließen.

Weiter keine Spur von dem vermissten Sebastian: Die Polizei hatte auch am Mittwoch früh noch keine Hinweise zu dem Schicksal des zehnjährigen Urlauberkindes aus Wien auf der Nordseeinsel Amrum. Der Bub aus Österreich war am Sonntag auf rätselhafte Weise verschwunden. Trotz intensiver Suche mit Hubschraubern, Spürhunden und Schiffen der Seenotrettung auch über die Insel hinaus blieb das Kind bisher verschwunden. Die Polizei bat die Bevölkerung um Mithilfe. Sie veröffentlichte Bilder des Buben im Internet und forderte die Menschen auf, Ausschau nach dem blond gelockten Kind zu halten.

Der Verein "Initiative für vermisste Kinder" unterstützt die Polizei. Die Initiative wollte nach eigenen Angaben eine Anzeige zu dem vermissten Sebastian auf Infotafeln in ganz Deutschland schalten. Die Anzeige solle ab Mittwoch deutschlandweit auf rund 2.000 Infotafeln in Bahnhöfen und Flughäfen zu sehen sein.

Sebastians Familie - der Bub hat noch eine zwölfjährige Schwester - hatte am Wochenende ein Ferienhaus direkt am schneeweißen Strand von Amrum bezogen. In Sichtweite davon steht das "Piratenschiff", ein Abenteuerspielplatz aus Holz. Dort tollte der Zehnjährige Sonntagnachmittag barfuß mit einem Spielkameraden namens Lukas herum. Lukas ging gegen 16.30 Uhr wieder, Sebastian spielte beim Piratenschiff weiter. Kurz vor 18 Uhr soll er dort das letzte Mal mit einem anderen blonden Buben gesehen worden sein. Als ihn seine Eltern wenige Minuten später am Spielplatz abholen wollten, war der Zehnjährige verschwunden. Verzweifelt suchten die beiden Wiener zunächst selbst den Strand nach ihm ab, alarmierten die Wasserrettung und schließlich die Polizei.

"Jeden Stein umgedreht"

Die kann inzwischen ein Verbrechen nicht mehr ausschließen. Als Sebastian verschwand, herrschte Ebbe, das Meer hatte sich kilometerweit zurückgezogen. Die rund 20 Quadratkilometer große Insel sei auch relativ leicht zu durchsuchen, sagte Polizeisprecherin Kristin Stielow. "Wir haben auch nach frisch gegrabenen Löchern im Sand gesucht. Wir haben wirklich jeden Stein umgedreht", so Stielow.

Auch die Bevölkerung und viele Gäste auf der zehntgrößten Insel Deutschlands beteiligten sich von Anfang an an der Suche nach Sebastian. Flugzettel wurden verteilt, die Suchmannschaften unterstützt. Diese Hilfsbereitschaft will sich die Polizei zunutze machen: Gestern rief man Einheimische und Touristen dazu auf, Fotos und Videos zu schicken, die am Sonntag zwischen Mittag und 20.00 Uhr im fraglichen Strandabschnitt gemacht wurden. Die Ermittler hoffen, dass irgendwo darauf der Bub zu erkennen ist - womöglich auch sein Begleiter?

"Mein Bub wurde Opfer einer Straftat", wird die Mutter von Sebastian in der "Bild" zitiert. Ähnlich gelagerte Fälle, die ins Bild eines möglichen Verbrechens passen könnten, gab es in den letzten Jahren auf Amrum nicht.

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