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Zuletzt aktualisiert: 13.06.2012 um 10:20 UhrKommentare

Hochwasser und Hagel: 1.000 Helfer im Einsatz

Schwere Unwetter haben am Dienstag in Nieder- und Oberösterreich schwere Schäden angerichtet. 1.000 Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Starkregen gab es auch im Bundesland Salzburg.

Foto © APA/Bildstelle Feuerwehr St. Pölten

Ein Unwetter mit Starkregen hat am Dienstagnachmittag und -abend mehrere niederösterreichische Bezirke getroffen. "Feuerwehren sind von einem Einsatz zum nächsten unterwegs", sagte Franz Resperger, Sprecher des Landeskommandos. Auch in Oberösterreich wurden 75 Feuerwehren bei rund 100 Einsätzen auf Trab gehalten.

Betroffen waren vor allem die Bezirke Urfahr-Umgebung, Freistadt, Steyr-Land und Ried im Innkreis, am Abend auch Grieskirchen. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt werden, hieß es in einer Presseaussendung des Landesfeuerwehrkommandos. Kleinere Bäche traten über die Ufer, auch Straßen waren überschwemmt oder durch umgerissene Bäume blockiert. Brände wurden teilweise durch Blitzschlag ausgelöst. Personen kamen dabei keine zu Schaden. Über 1.000 Florianis standen im Dienst.

Feuerwehrhaus unter Wasser

In Niederösterreich war die FF Ertl im Bezirk Amstetten selbst ein Opfer der Niederschläge. Im Feuerwehrhaus standen Wasser und Schlamm bis zu einem Meter hoch, so das Bezirkskommando.

Im Bezirk Amstetten war vor allem das Urltal mit den Ortschaften St. Michael, Ertl und Kürnberg betroffen. Es gingen "massive Regenmengen" nieder. Zahlreiche Keller standen unter Wasser. Selbst 500 Kilo schwere Siloballen wurden von den Fluten mitgerissen und trieben im Bruckbach. Auch eine kleine Brücke hielt den Wassermassen nicht stand. Die Feuerwehr musste eine Stromleitung sichern, die eine ganze Siedlung versorgt. Die L86 war eine Stunde lang wegen Überflutung gesperrt.

Starkregen ging in der Folge auch in den Bezirken Hollabrunn, Zwettl, u.a. in der Bezirksstadt selbst, Krems und St. Pölten, u.a. in der Landeshauptstadt und im Perschlingtal, nieder. Laut Resperger standen insgesamt 70 Feuerwehren mit etwa 800 Mann im Unwettereinsatz. Zahlreiche Keller mussten ausgepumpt und Straßen gereinigt werden.

Das Bundesland Salzburg hat der Starkregen Dienstagabend nur im Norden erwischt und im Flachgau kleinere Gewässer über die Ufer treten lassen. Acht Feuerwehren mussten zu insgesamt 22 Einsätzen ausrücken. In Mattsee sind seit Dienstagnachmittag 71 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen, in der Landeshauptstadt waren es 52 Liter, sagte Christian Ortner von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) Salzburg zur APA.

Schwerpunkt der Einsätze war nach Angaben eines Sprechers des Landesfeuerwehrkommandos der Raum Bergheim/Voggenberg. Dort standen Keller unter Wasser, waren Bäche verklaust und Unterführungen überschwemmt. Betroffen waren außerdem die Gemeinden Elixhausen, Anthering, Obertrum, Seeham, Göming und Lamprechtshausen. In St. Gilgen und in Göming musste die Feuerwehr umgestürzte Bäume entfernen. Insgesamt standen rund 180 Feuerwehrleute im Einsatz, die aber alle noch vor Mitternacht wieder einrücken konnten.

Laut Ortner hat sich der Starkregen nur auf den Norden des Landes konzentriert, denn schon in Golling (Tennengau) wurden bis Mitternacht nur elf Liter Regen gemessen. Für heute sei noch mit weiteren Niederschlägen zu rechnen, die aber deutlich gemäßigter ausfallen sollten: "Das Gröbste ist durch", so Ortner.

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