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Zuletzt aktualisiert: 09.06.2012 um 13:01 UhrKommentare

Heftige Unwetter in Österreich

Foto © APA

Heftige Unwetter haben gestern Teile Österreichs übel zugerichtet, die Verwüstungen reichten von Salzburg bis ins Weinviertel. Starke Regenmengen, Sturm, Hagel und Blitzschläge hielten die Einsatzkräfte auf Trab und richteten schwere Schäden an. Besonders heftig wüteten die Unwetter in Niederösterreich, laut dortigem Landesfeuerwehrkommando waren insgesamt 4.200 Feuerwehrleute unterwegs.

Die Aufräumarbeiten dauerten auch am Samstag noch an. In Niederösterreich waren von den massiven Regenfällen und Hagelstürmen 17 der 21 Bezirke betroffen, nur Gänserndorf, Baden, Lilienfeld und Wiener Neustadt blieben weitgehend verschont.

Die größte Herausforderung stellte sich für die Einsatzkräfte zwischen Schwarzenau und Martinsberg im Bezirk Zwettl. Dort waren vier Feuerwehren damit beschäftigt, Dutzende umgestürzte Bäume von den Gleisen der dortigen Bahnstrecke zu entfernen.

Die schwersten Unwetterschäden gab es im Mostviertel, und hier wiederum in Wieselburg (Bezirk Scheibbs), teilte Feuerwehrsprecher Franz Resperger mit. 45 Hausdächer wurden durch tennisballgroße Hagelkörner zerstört. Der für Katastrophenschutz zuständige Landesrat Stephan Pernkopf (V), selbst Feuerwehrmann, unterstützte die Einsatzkräfte bei der Beschaffung von Abdeckplanen. Über Anordnung von Landesfeuerwehrkommandant Josef Buchta wurde vom Landesfeuerwehrverband in Tulln ein Lkw mit 4.000 Quadratmeter großen Schutzplanen in das Katastrophengebiet beordert.

Enorme Schäden durch Hagelschlag wurden auch aus Mannersdorf im Bezirk Melk gemeldet. Keines der insgesamt 70 Hausdächer in der Ortschaft blieb laut Resperger verschont. 33 wurden demnach völlig zerstört. In diesem Fall half die Berufsfeuerwehr Wien mit Abdeckplanen aus.

In den Bezirken St. Pölten, Krems und Gmünd kam es nach Blitzschlägen zudem zu Dachstuhlbränden, die von den Feuerwehren jedoch rasch unter Kontrolle gebracht wurden.

Enorme Schäden wurden auch in der Landwirtschaft angerichtet. Ersten Erhebungen durch Sachverständige der Österreichischen Hagelversicherung zufolge waren 17.000 Hektar Agrarfläche in den Bezirken Melk, Scheibbs, Amstetten, Zwettl, Gmünd, Horn und Waidhofen a.d. Thaya betroffen. Der Gesamtschaden werde auf mehr als drei Millionen Euro geschätzt.

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