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Deutscher Risiko-Reaktor Isar 1 wird abgerissen

Der Betreiber des deutschen Atomkraftwerkes Isar 1 E.ON einen Antrag auf Abriss beim bayrischen Umweltministerium eingebracht. Die Umsetzung dürfte zehn Jahre dauern.

Foto © APA

Das nach der Katastrophe von Fukushima stillgelegte deutsche Atomkraftwerk Isar 1 soll abgerissen werden. Wie der oberösterreichische Umweltlandesrat Anschober (Grüne) berichtete, hat der Betreiber E.ON einen Antrag auf Abriss beim bayrischen Umweltministerium eingebracht. Die Umsetzung dürfte demnach mindestens zehn Jahre dauern. Die Frage der Entsorgung des radioaktiven Mülls ist offen.

Isar 1 in Essenbach bei Landshut gehört zu den ältesten und umstrittensten deutschen Atommeilern. Es ist ein Schwesterkraftwerk von Zwentendorf und ebenso wie die schwer beschädigte Anlage in Fukushima ein Siedewasserreaktor. Dieser Typ ist laut Experten im Fall einer Kernschmelze oder eines Flugzeugabsturzes besonders schlecht gesichert. Kritiker haben jahrelang die Stilllegung gefordert, nicht zuletzt weil es immer wieder zu Zwischenfällen kam. Im Vorjahr wurde das AKW als erstes von acht veralteten Meilern in Deutschland stillgelegt.

Anschober zeigte sich besorgt über die Frage der Atommülllagerung: Eine sichere Verwahrung sei eine Illusion. "Die Atombetreiber haben Hunderten Generationen eine völlig verantwortungslose Hypothek hinterlassen." Dennoch freute er sich über den bevorstehenden Abriss, denn die Stilllegung von Isar 1 wäre dann unumkehrbar. "Das endgültige Ende zeigt, dass wir uns nach Zwentendorf und Wackersdorf in einer entscheidenden dritten Auseinandersetzung endgültig durchgesetzt haben und das gibt Kraft für den Kampf gegen den Ausbau von Temelin", so Anschober.

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