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Zuletzt aktualisiert: 11.05.2012 um 10:04 UhrKommentare

Ein Toter bei Schusswechsel mit Polizei

Bei einem Schusswechsel mit der Polizei ist in der Nacht auf Freitag in St. Pölten ein 25-Jähriger ums Leben gekommen. Der Mann soll zuhause mehrere Waffen gebunkert haben. Auch ein Diensthund wurde erschossen.

Foto © KLZ/Koscher

Der Mann hatte sich in seiner Wohnung verbarrikadiert, in Richtung eines Beamten gefeuert und auch einen Diensthund erschossen. Ob sich der Mann selbst tötete oder aus Polizeiwaffen getroffen wurde, sei noch Gegenstand von Ermittlungen, sagte Polizeisprecher Markus Haindl in der Früh zur APA. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Der Mann sei am Donnerstagabend mit seinem Dobermann und mit einer Axt in der Nähe seiner Wohnung im Stadtteil Spratzern unterwegs gewesen. Laut Haindl hatte er dabei den Hund bedroht. Passanten hätten die Polizei verständigt. Als eine Streife eintraf, zog sich der 25-Jährige in seine Wohnung im zweiten Stock eines Mehrparteienhauses zurück und verbarrikadierte sich. Daraufhin wurde die Cobra als Verstärkung angefordert. Das Einsatzkommando rückte mit 20 Mann an.

Fünf Stunden im Einsatz

Laut Polizei dauerte der Einsatz in St. Pölten-Spratzern von Donnerstag 21.15 Uhr bis Freitag 2.30 Uhr, mehr als fünf Stunden lang. Weil der 25-Jährige trotz Aufforderung seine Wohnung nicht geöffnet habe, sei auch die Cobra angefordert worden, so Behördensprecher Markus Haindl. Der Bereich im obersten Stockwerk des Mehrparteienhauses sei abgeriegelt worden. Eine Gefährdung anderer Menschen habe nicht bestanden.

Nachdem der 25-Jährige gegen 0.15 Uhr in Richtung eines Beamten gefeuert hatte, sei ein Diensthund in die Wohnung geschickt worden. Dort wurde der Vierbeiner von dem Verdächtigen erschossen, sagte Haindl. Der Mann selbst sei gegen 2.30 Uhr tot aufgefunden worden. Wie viele Schüsse bei dem Einsatz gefallen waren, war vorerst nicht bekannt.

Haindl zufolge besaß der 25-Jährige mehrere Langwaffen. Ob legal, sei noch Gegenstand von Ermittlungen. Munition sei ebenfalls sichergestellt worden.

Ermittlungen laufen

Nach dem für einen 25-Jährigen tödlichen Schusswechsel mit der Polizei in St. Pölten-Spratzern in der Nacht auf Freitag dauerten die Ermittlungen an. Wann ein Ergebnis der von der Staatsanwaltschaft angeordneten Obduktion vorliegen werde, stehe noch nicht fest, sagte Oberstleutnant Andreas Thenner vom Landespolizeikommando NÖ am Vormittag zur APA. Er hoffe, dass das "noch heute" der Fall sei.

Thenner bestätigte, dass bei dem Einsatz mehrmals und von beiden Seiten geschossen worden sei. Der 25-Jährige habe sich dabei einer Langwaffe bedient. Wie viele Schüsse insgesamt abgefeuert wurden, sei noch Gegenstand der Ermittlungen.

Beamte der Cobra waren letztlich mit Spezialausrüstung vorgegangen. Es habe sich dabei um langwaffensichere Schilde gehandelt, die nachgeführt worden seien, um eine weitere Gefährdung hintanzuhalten, nachdem auf die Einsatzkräfte gefeuert worden war. Die Wohnung, in der sich der 25-Jährige verbarrikadiert hatte und wo er letztlich tot aufgefunden wurde, sei in der Zwischenzeit selbstverständlich gesichert geblieben.

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