20. Dezember 2014, 13:30 Uhr | Aktualisiert vor - min | Als Startseite
Zuletzt aktualisiert: 22.04.2012 um 18:10 UhrKommentare

Cameron und Page suchen nach Pandora

Die Firma Planetary Resources will den "Goldrausch" im Weltall entfachen und unter anderem Rohstoffe auf Asteroiden fördern. Prominente Investoren sind beteiligt, darunter Google-Chef Larry Page und Regisseur James Cameron, der mit Avatar einen Film vorlegte, in dem Menschen die Naturschätze eines fremden Planeten plündern.

Foto © APA/ORF - Aufbruch nach Pandora

Es klingt wie pure Science-Fiction: Die Förderung von Rohstoffen im Weltall. Doch die Firma Planetary Resources, die am kommenden Dienstag ihre Pläne vorstellen will, nennt bekannte Figuren wie Google-Chef Larry Page und Hollywood-Titan James Cameron unter ihren Geldgebern und Beratern. Das Unternehmen verspricht, eine neue Industrie an der Schnittstelle von Weltraumerkundung und Rohstoff-Förderung zu schaffen.

Ausbeutung von Asteroiden

Was genau Planetary Resources plant, blieb bisher unklar, doch einer der Gründer, Peter Diamandis, hat Andeutungen gemacht, dass es um die Ausbeutung von Asteroiden gehen könnte. Er erzählte dem Magazin "Forbes", er habe seit seiner Kindheit von einem Asteroiden-Bergwerken geträumt und versprach Neuigkeiten in diese Richtung. "Ich will einen Goldrausch entfachen", sagte Diamandis. Der 50-jährige Diamandis ist bereits eine Schlüsselfigur der privaten Weltraum-Erkundung. So hatte er den Wettbewerb Ansari X-Prize ausgeschrieben, aus dem 2004 das erste private Raumschiff SpaceShipOne hervorging. Anfang der 90er Jahre war er an der Gründung einer Firma beteiligt, die Weltraumtouristen an Bord russischer Sojus-Schiffe ins All schickt.

Asteroiden zur Erde schleppen

Chefingenieur von Planetary Resources ist Chris Lewicki, ein früherer Manager eines Mars-Programms bei der NASA. Das "Wall Street Journal" berichtete am Samstag von Studien der NASA, wie Asteroiden näher zur Erde "abgeschleppt" werden könnten, um sie auszubeuten. Demnach würde es 2,6 Milliarden Dollar kosten, einen Asteroiden mit einem Durchmesser von sieben Metern mit einem Roboter-Raumschiff in die Mond-Umlaufbahn zu befördern. Ein solches Projekt könne etwa zum Jahr 2025 umgesetzt werden.

Während die staatlichen Weltraum-Programme in den USA und Russland mit Sparmaßnahmen klarkommen müssen, hatten in den vergangenen Jahren wohlhabende Unternehmer private Projekte vorangetrieben. Darunter sind Amazon-Gründer Jeff Bezos, der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla, Elon Musk, und Microsoft-Mitgründer Paul Allen, der schon hinter dem SpaceShipOne stand. Die Beteiligung von Cameron an Planetary Resources ist ein besonderer Clou: Sein Film "Avatar", der mit Abstand erfolgreichste Streifen der Kinogeschichte, spielt auf einem fernen Planeten, auf dem die Menschen rücksichtslos Naturschätze ausbeuten.

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