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Zuletzt aktualisiert: 31.03.2012 um 20:03 UhrKommentare

Ein Toter bei Explosion in deutschem Chemiepark

Foto © APA

Bei der Explosion einer Kesselanlage in einem deutschen Chemiepark in Marl ist ein Mensch ums Leben gekommen. Es handle sich um einen Mitarbeiter der Anlage, teilte der Betreiber des Chemieparks, Infracor, am Samstagabend mit. Der Tote konnte wegen der hohen Temperaturen am Unglücksort aber noch nicht geborgen werden, sagte der Standortleiter des Chemieparks, Klaus-Dieter Juszak.

Insgesamt wurden nach dem Unglück zunächst drei Menschen vermisst. Zwei der zunächst Vermissten konnten jedoch nach Angaben eines Polizeisprechers im Laufe des Tages zu Hause telefonisch kontaktiert werden. Nach Polizeiangaben gab es zudem zwei Verletzte, von denen einer am Samstagabend nach wie vor im Krankenhaus behandelt wurde. Der andere Verletzte sei bereits wieder aus der Klinik entlassen worden, teilte Infracor mit.

Der Brand in der Anlage sei "unter Kontrolle", eine Gefährdung bestehe nicht, erklärte Infracor weiter und bestätigte damit Behördenangaben. Nach Angaben des Chemieparks ereignete sich die Explosion um 13.40 Uhr in einer Anlage der Firma Evonik Degussa. Dort seien Vorprodukte für Kunststoffe hergestellt worden. Über Marl stand nach der Explosion eine zeitweise 100 Meter hohe Rauchwolke. In dem nordrhein-westfälischen Chemiepark sind mehrere Chemieunternehmen angesiedelt. Am Standort Marl sind laut Infracor 10.000 Mitarbeiter beschäftigt.

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