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Zuletzt aktualisiert: 17.01.2012 um 11:08 UhrKommentare

Jeder zweite Schüler leidet unter Prüfungsangst

Foto © APA

Jeder zweite österreichische Schüler hat Angst vor Prüfungen und Schularbeiten, vier von zehn fühlen sich allein durch den Schulalltag bereits belastet. Das hat eine nicht repräsentative aktuelle Umfrage des Nachhilfe-Instituts Lernquadrat zum Thema "Angstfaktor Schule" ergeben. Nicht Faulheit oder mangelndes Talent allein führt demnach zu schlechten Noten, sondern oft Versagensangst.

Diese oder Furcht vor Strafe wirken sich signifikant auf den Lernerfolg aus: 60 Prozent der Befragten bemerkten demnach sinkende Leistungen, 50 Prozent Konzentrationsstörungen und 25 Prozent körperliche Beschwerden.

Laut Studienautor Stefan Grausenburger rücken abseits von Prüfungspanik auch immer öfter soziale Ängste in den Vordergrund. "Neun von zehn Schülern sind heute in irgendeiner Form an Angst auslösenden Mobbingprozessen beteiligt, sei es als Täter oder Opfer", wurde Grausenburger in den Unterlagen zur Umfrage zitiert. 18 Prozent der 500 befragten Zehn- bis 18-Jährigen haben schon einmal Schule geschwänzt, weil sie sich dort unwohl fühlen; 30 Prozent haben zumindest bereits daran gedacht.

Mädchen sind laut Lernquadrat-Studie eher anfällig für Schulangst als Buben; überdurchschnittlich oft trete sie zudem bei Kindern alleinerziehender Eltern und aus sozial niedrigeren Schichten auf. Introvertiertheit und fehlende soziale Fertigkeiten seien zusätzliche Risikofaktoren. Werden Symptome wie Schlafstörungen, innere Unruhe, Aggressivität und allgemeine Lustlosigkeit von Eltern erkannt, könne Schulangst erfolgreich bekämpft werden. Das Nachhilfe-Institut rät u.a. dazu, Kindern Selbstvertrauen zu geben sowie unnötigen Druck durch Vergleiche mit Musterschülern zu vermeiden.

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