''NYT''-Leitartikel über die neue RegierungSchlüsselrollen für Partei mit "Nazi-Vergangenheit"

"Die Rückkehr der extremen Rechten in die österreichische Regierung ist ein Zeichen für die Anfälligkeit Europas für Fremdenfeindlichkeit und Autoritarismus", schreibt die "New York Times".

Der Artikel der Online-Ausgabe © Screenshot New York Times 20.12.2017
 

Die "New York Times" widmet der Regierungsbildung in Österreich in ihrer am Donnerstag erscheinenden Ausgabe einen Leitartikel. Darin heißt es:

"Österreichs neuer Kanzler hat einer Anti-Einwanderer- und Anti-Muslim-Partei, die von Ex-Nazis gegründet wurde, Schlüsselpositionen in seiner Koalitionsregierung gegeben - ein allarmierender Schritt, der dabei helfen könnte, eine neue Normalität in Europa zu definieren. (...) Der pro-europäische Herr Kurz übergab dieser Partei mit Wurzeln in Österreichs Nazivergangenheit das Verteidigungsressort und die mächtigen Posten der Innen- und Außenminister, im Austausch dafür, dass diese ihre Forderungen nach einem Referendum über die EU-Mitgliedschaft fallen ließ.

Härterer Kurs gegen Migranten

Österreichs Migrationspolitik wird nun beinhalten, dass Migranten bei ihrer Ankunft Mobiltelefone und Bargeld abgenommen und ihnen die ärztliche Schweigepflicht vorenthalten wird. Zahlreiche Länder in dem Block, darunter Polen und Ungarn, werden bereits von rechts stehenden Anti-Einwander-Regierungen regiert. Und Italien fährt einen härteren Kurs gegenüber den Migranten, die über das Mittelmeer kommen, indem es mit der libyschen Küstenwache zusammenarbeitet , um sie nach Libyen - wo sie erpresst, gefoltert und versklavt werden - zurückzubringen, bevor sie italienisches Festland erreichen. Herr Kurz will weiter gehen und Abschiebungen beschleunigen. (...)

Frau Merkel und jeder andere, der Menschenrechten und Demokratie verpflichtet ist, sollte wachsam sein. Die Rückkehr der extremen Rechten in die österreichische Regierung ist ein Zeichen für die Anfälligkeit Europas für Fremdenfeindlichkeit und Autoritarismus, nachdem es dabei gescheitert ist, sich mit den Sorgen der Bürger in Bezug auf Sicherheit und wirtschaftliche Fairness zu befassen."

Kommentare (5)

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Zeitgenosse
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Kurz muss

sich bei den Flüchtlingen bedanken, ohne sie wäre nicht Kanzler geworden.
Die FPÖ soll mitregieren, die Geschichte zeigt, dass sie nach jeder Regierungsbeteiligung wieder weggespült werden.
Jetzt sollen sie mal zeigen, das gute Demokraten sind!

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celtica
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Witz des Tages

...dafür aber die USA mit ihrem "Anti-Einwanderer- und Anti-Muslim"-Presidenten ...siehe Dekrete und sein Verhalten bei Demonstrationen

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Irgendeiner
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Naja, das ist schon richtig und als Indikator so zu lesen, nur

was glauben die drüben was Trump ist, der Weihnachtmann? Grab them by the brain.

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Spitzer Walter
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Die

Na-zis aus Österreich sind alle nach Amerika ausgewandert.
Dort kann man mit der Hakenkreuzfahne und Armbinde
ohne eine Strafe zu befürchten durch ganz Amerika wandern.
In Österreich haben wir daher keine mehr.

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orbil
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Wie wäre es mit dem Kehren vor der eigenen Türe?


Der Menschen- und Migrantenfreund Donald Trump hätte wohl eher etwas journalistische Empfehlung nötig.

Aber der lässt die NYT erst gar nicht zu seinen Pressefoyers.

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