ÖVP-FPÖ-PläneStrache vor vier Jahren über 12-Stunden-Tag: "Eine asoziale Idee"

Bisherige Pläne der Verhandler zu Bildung und Arbeit stoßen auf heftigen Gegenwind. Arbeitnehmervertreter und Opposition zeigen sich empört.

KOALITIONSVERHANDLUNGEN ZWISCHEN OeVP UND FPOe
Die Verhandler von ÖVP und FPÖ müssen sich aktuell einiges an Kritik gefallen lassen. © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Die Verhandlungen zwischen ÖVP und FPÖ gehen in die heiße Phase, eine Einigung stehe bald bevor, heißt es. Doch während die Parteien um letzte große Themenbrocken feilschen, hagelt es Kritik an bisher präsentierten Einigungen. Vor allem die gestern verkündete Ermöglichung eines 12-Stunden-Tages sowie das Vorhaben, Eltern von Schulschwänzern die Sozialbezüge zu kürzen, stößt auf deutliche Kritik.

12-Stunden-Tag als Aufreger

Die türkis-blauen Verhandler wurden sich gestern - ohne Einbezug der Sozialpartner - einig, die maximale Arbeitszeit fallweise auf 12 Stunden zu erhöhen. Damit sollen auch 60-Stunden-Arbeitswochen möglich werden. Das stößt bei Gewerkschaftern und Arbeitnehmervertretern jedoch auf heftigen Gegenwind.

Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war ein 12-Stunden-Arbeitstag im Jahr 2013 noch "eine asoziale, leistungsfeindliche Idee, da dies für alle Arbeitnehmer Nettolohnverluste bedeuten würde". Weiters führte er im "Kurier" vom 17. September 2013 aus: "Jeder arbeitende Mensch hat es sich verdient, wenn er mehr als acht Stunden am Tag arbeitet, diese Mehrstunden als Überstunden ausbezahlt zu erhalten. Ich möchte darüber hinaus die Überstundenbesteuerung abschaffen, damit Leistung sich wieder lohnt."

Details noch offen

Die von ÖVP und FPÖ geplante Möglichkeit eines 12-Stunden-Arbeitstages ohne Streichung der Überstundenzuschläge ist für Martin Risak, Arbeitsrechtsexperte der Uni Wien, ein Widerspruch, der aufgelöst werden müsse. Denn würde künftig die 11. und 12. Arbeitsstunde zur Normalarbeitszeit, dann falle auch der Überstundenzuschlag weg. Allerdings sei in diesem Punkt noch einiges offen.

"Der Teufel steckt im Detail", so Risak am Donnerstag im "Ö1-Mittagsjournal". Im übrigen sei derzeit die Zahl der Überstunden gedeckelt, was bei einer Ausdehnung des derzeit zehnstündigen Arbeitstages auf 12 Stunden - bei vollen Überstundenzuschlägen - zu berücksichtigen wäre. Außerdem sei es ohnehin seit 2012 erlaubt, zwölf Stunden am Stück zu arbeiten.


Bernhard Achitz (ÖGB) über den Zwölfstundentag

ÖVP und FPÖ liegen mit ihren Plänen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit eigentlich auf einer ähnlichen Linie, wie der von SPÖ-Chef und Noch-Bundeskanzler Christian Kern Anfang des Jahres vorgelegte Plan A. Auch der SPÖ-Chef hatte die Möglichkeit eines 12-Stunden-Arbeitstags zur Bewältigung besonderer Produktionsspitzen im Programm.

SPÖ und ÖVP lagerten dieses Thema aber schließlich an die Sozialpartner aus. Während sich diese vor dem Sommer auf eine Anhebung der Mindestlöhne einigen konnten, scheiterte eine Neuregelung der Arbeitszeitflexibilisierung am Widerstand der Gewerkschaften.

"Rückschritt ins 19. Jahrhundert"

Der Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich, Johann Kalliauer, zeigte sich im Ö1-Morgenjournal "enttäuscht" über die Ankündigung. Diese "erste konkrete Maßnahme" sei ein "massiver Angriff auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer". Es unterstellte der zukünftigen Regierung, mit dem Vorhaben die 60-Stunden-Woche zur Realität machen zu wollen. Das sei "ein Rückschritt ins 19. Jahrhundert".

Dass Entscheidungen wie diese künftig ohne Sozialpartner durchgesetzt werden sollen, sieht der AK-Präsident naturgemäß kritisch. Man habe bereits in der Vergangenheit gesehen, dass es "immer klüger" sei, die Sozialpartner miteinzubeziehen. Tut das die neue Regierung nicht, werde es zu "Verschärfungen und Auseinandersetzungen kommen". Dem Arbeitnehmer jetzt den 12-Stunden-Tag "hinzuknallen" sei jedenfalls "ein starkes Stück". 

Zwischenstand der Koalitionsverhandluingen

"Großspender haben ihr Ziel erreicht"

Für die Produktionsgewerkschaft ProGe ist diese Erfüllung einer langjährigen Arbeitgeber-Forderung unter anderem ein Ergebnis der Großspenden aus der Wirtschaft für den Nationalrats-Wahlkampf von Sebastian Kurz (ÖVP).

"Die industriellen Wahlkampf-Großspender der türkisen ÖVP haben ihr Ziel nun erreicht", so ProGe-Vorsitzender Rainer Wimmer am Donnerstag in einer Aussendung. Er befürchtet, dass der 12-Stunden-Tag nicht die Ausnahme, sondern die Regel werden wird.

Für Wolfgang Katzian, Vorsitzender der FSG (Fraktion der Sozialdemokratischen GewerkschafterInnen), bedeuten die Pläne von ÖVP und FPÖ "mehr Arbeit für weniger Geld". Eine Ausdehnung der Arbeitszeit berge die Gefahr, dass Unternehmen die Überstunden zur Regel machten und in Folge die Überstundenzuschläge streichen könnten. Katzians Vermutung: "Die Parteispenden diverser Großindustrieller im Wahlkampf müssen sich offenbar rentieren, jetzt werden Unternehmer offensichtlich schnell bedient. Was bisher auf Augenhöhe mit den Sozialpartnern vereinbart wurde, soll nun diktiert werden, ohne Rücksicht auf Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer."

Der steirische Landeshauptmann-Stv. Michael Schickhofer (SPÖ) verweist auf die dadurch schwieriger werdende Vereinbarkeit von Beruf und Familie: "Natürlich werden vor allem viele Frauen in Zukunft zwölf Stunden arbeiten müssen - obwohl gerade die Frauen sehr oft den Kinderbetreuungspflichten nachkommen oder den Haushalt neben ihrem Job erledigen. Was haben die Frauen davon, wenn es in der ohnehin stressigen Weihnachtszeit heißt: 'Jetzt musst Du 60 Stunden arbeiten. Du kannst dann eh im Jänner am Dienstag und Mittwoch daheim bleiben.'"

Verfassungsrechtliche Bedenken beim Thema Bildung

Geht es nach den Koalitionsverhandlern, soll es für Eltern von Kindern, die der Schule mehrfach fernbleiben, in Zukunft eng werden. Denn ihnen soll die Streichung von Beihilfen und Sozialleistungen drohen, wenn sie oder ihre Kinder nicht am schulischen Geschehen mitwirken, kündigten ÖVP und FPÖ an.

Doch Juristen äußern hier vor allem verfassungsrechtliche Bedenken. Im Ö1-Morgenjournal erklärte der Sozialrechtler Walter Pfeil von der Universität Salzburg, dass damit Sozialleistungen mit einer entsprechenden Leistung verknüpft werden müssten. "Wir haben in Österreich aber keine sozialrechtliche Verpflichtung, dass Sozialleistungen in einer gewissen Höhe gewährt werden." Sollten Bezüge gekürzt werden, wenn Eltern "beispielsweise nicht zum Elternsprechtag gehen", dann "ist das schon sehr zweifelhaft", ob das "nicht eine verfassungswidrige Regelung darstellt", erklärt der Jurist.

Selbst bei mehrfachem Fernbleiben des Unterrichts sieht Pfeil keine rechtliche Handhabe. Auch nicht dann, wenn Eltern die Lehrer nicht ernst nehmen. Hier wird oft der Fall von muslimischen Vätern genannt, die mit der Lehrerin ihres Kindes nicht reden. Das sei laut Pfeil zwar "bedauerlich" und schlecht für die Kinder, die Bezüge deshalb zu kürzen erscheine Pfeil jedoch "sehr zweifelhaft".

Anders könnte die Sache jedoch aussehen, wenn die Eltern ihre Kinder bewusst daheim lassen. Dann sei die Sache "sicher anders zu bewerten", erklärt Pfeil

Wie die "Zeit im Bild" berichtet, wird nun auch Kritik an den Umweltplänen von ÖVP und FPÖ laut.

 

Gastronomie erhöht Druck beim Thema Rauchverbot

Einige Gastronomen hatten sich unlängst bei einer Informationsveranstaltung gegen die Umsetzung des beschlossenen Rauchverbots in Lokalen ausgesprochen. Mit dieser Forderung sprechen sie allerdings nicht für alle: Die Mehrheit der Wirte würde mittlerweile ein umfassendes Rauchverbot ohne Hintertürchen befürworten, betonte die Initiative für gesunden Wettbewerb in der Gastronomie.

"Es kann nicht sein und es ist rechtlich bedenklich, dass Lokale, die in den letzten Jahren im Vertrauen auf ein Rauchverbot umgestellt haben, dafür bestraft werden", argumentierte Peter Tappler, Innenraumklimatologe und Obmann der Initiative, die nach eigenen Angaben auf die Erfahrung zahlreicher Wirte zurückgreifen kann. Sollte das Tabakgesetz wieder geändert werden, drohe eine Flut an Klagen. Denn zahlreiche Lokalbesitzer hätten in Hinblick auf das kommende Rauchverbot die Prämie für eine vorzeitige Umstellung auf "qualmfrei" in Anspruch genommen und ihre teuren Zwischenwände abgebaut.

Wenn nun doch weiter geraucht werden dürfe, befürchten diese Wirte einen Wettbewerbsnachteil. "Wir werden sicher auf Einhaltung des Vertrauensschutzes klagen", kündigte laut Initiative ein Gastronom aus Wien-Neubau an, der anonym bleiben will. Tappler prognostizierte im Gespräch mit der APA im Fall einer erneuten Änderung des Gesetzes ein "juristisches Chaos".

Als weiteren Beleg für den Wunsch einer Umsetzung des beschlossenen Tabakgesetzes zitierte die Initiative aus einer Befragung der Sparte Tourismus in der Wirtschaftskammer Vorarlberg von 469 Gastronomen und Hoteliers im Ländle vom März des Jahres: 66 Prozent der Wirte gaben an, bereits auf "rauchfrei" umgestellt zu haben. Von diesen hätten 83 Prozent über positive und nur drei Prozent über negative Erfahrungen berichtet (14 Prozent: gemischt).

 

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tomtitan
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Besser kann es gar nicht laufen,

da können die Gewerkschaften gleich zeigen wofür sie da sind !!!!

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helga.zuschrott
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wendehals!

und ist es opportun
werden wird was andres tun

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wahlnuss
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Ich denke, man sollte Herrn Strache

nicht Unrecht tun, nur weil er vor Jahren das Gegenteil gesagt hat. Ich glaube, er hat es damals schon so gemeint, aber er konnte es seinen Wählern doch nicht so sagen. Die Blauwähler werden sich wundern, was alles noch kommen wird.

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gerhard2412
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Warum sind jetzt eigentlich

grad die Nicht-Blauen so überrascht, wenn der Strache, das tut, was er immer schon getan hat. (Ich mein, seine jugendliche Waldeslust mit Gleichgesinnten, hat er ja auch als verzeihliche Jugendsünde entschuldigt) Der Vordenker entwickelt sich halt weiter, und jetzt kommt ihm das ganze halt sozial vor. Da sind mir jetzt die Kameraden von der ganz anderen Seite (auch in waldesgrün - nur anders) standpunktmäßig schon lieber. Die bleiben ihren Grundsätzen treu, auch wenns aus dem Parlament fliegen, na ja, wenn man glaubt schon am Gipfel der Weisheit angekommen zu sein, kann es ja nur noch bergab gehen.
Ich würd mal abwarten, wie das was ausschauen wird. Der Haken sind ja nicht die 12 oder die 60 Stunden, sondern der Durchrechnungszeitraum und die von Risak aufgeworfene Frage was die 11. und 12. Stunde jetzt eigentlich sind. (normal oder über) Jetzt sind dann mal die Arbeitnehmervertreter gefragt, dass aus einer an sich guten Idee, keine turbokapitalistische (einfach toll dieses Wort) Grauslichkeit wird. Das Aufheulen der AKler, Gewerkschafter und gewisser steirischer Provinzpolitiker ist ja nur parteipolitisch-taktisches künstlich aufgeblähtes Scheingetöse - genauso wie die Mord- und Brandreden der Linksposter hier. Gelassen bleiben, abwarten alles andere geht an der Sache weit vorbei.

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mapem
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Na ja Hardi,

dass du dir mit dem Posten ein bisschen deinen Krankenstand verkurzweilen möchtest – wie du einst mitteiltest – kann man ja verstehen … aber man macht sich halt so seine Sorgen, dauert er nun ja wirklich schon sehr lange.
Allerdings bezweifle ich, ob es sinnvoll und der Rekonvaleszenz zuträglich ist, wenn man offensichtlich nur mehr seine psycho-pathologischen Befunde hier ständig reinkopiert?!

Wie auch immer – mach weiter … wenn es auch nur irgendwie dazu beitragen kann, dass es dir bald wieder besser geht – tu es! … Vielleicht kann dir hier sogar irgendeiner helfen? … Alles Gute!

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SoundofThunder
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Soso:Vor 4 Jahren war der 12h Tag für den HC eine asoziale Idee!

Was ist er selber wenn er es beschließt? Bin echt gespannt auf die Tatsachen-Realitätsverweigerungen unserer rechten Kampfposter. Wahrscheinlich werdens über die Schlagzeile jammern. Das Internet vergisst nie😎

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sistra
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Das nennt man "situationselastisch"!

Die Wendehälse erkennt man leider immer erst nach der Wahl!

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Mein Graz
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Für FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache war ein 12-Stunden-Arbeitstag im Jahr 2013 noch "eine asoziale, leistungsfeindliche Idee, da dies für alle Arbeitnehmer Nettolohnverluste bedeuten würde".

HaCe:
"Was interessiert much mein Geschwätz von gestern? "

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Spitzer Walter
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Die

Zeiten ändern sich,wie auch alles andere!

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Mein Graz
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@walter

Einmal stimme ich dir zu.
Nicht mal der Strache bleibt bei seiner Meinumg! So ändern sich die Zeiten!
😂😂

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Irgendeiner
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Ach noch etwas, was so als ein Hinweis auf systemische Trottelei gelesen werden

müßte,sagts mal Burschen vom Tal, die von Euch die so verwegen waren sich in der Schule gelegentlich der Pflicht zur Anwesenheit zu entziehen wie sonst nur gewisse blaue Kapazunder im Kärntner Landtag,habtses Mama und Papa damals erzählt oder seids beim Schwänzen und Stangeln einfach abgetaucht mit Kumpels.Und wenn ihr nicht gewollt hättet was hätten die tun können, denn der Ruf, das machst mir nimmer fruchtet in einem gewissen Alter selten. Und wenns in dem besagten Alter zum Entzug der Sozialhilfe an die Eltern führt wärs nicht in einem oder anderen Fall zur Waffe im Generationenkampf geworden,dort wo Hormone toben und die Wogen hochgehen. Übrigens kann ich mir nicht vorstellen, daß Bastis Eltern glücklich waren, daß der sein Studium abgebrochen hat,machen hams aber auch nichts können, naja,der war schon ausgewachsen wenn mans so nennen will.Aber gelernt hat er halt nichts, nicht beim Verfassunggsrecht und nichts über Adoleszenz, ist ein rundes Bild.

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gerhard2412
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irgendeiner

Trottelei ist da wohl das richtige Wort. Aber ich bin zuversichtlich dass auch die Türkis-Blauen Bildungsexperten drauf kommen, dass es erstens ein Vollholler ist und zweitens rechtlich gar nicht geht. Da müsste man nämlich das absichtliche Entziehen der Kinder nachweisen. Und das ist, meines Wissens sowieso strafbar - oder irr ich mich da. Dieses "Gesetz" könnens gleich in die Tonne treten. Und ja, ich hab Türkis gewählt, und urteile trotzdem so scharf........
Aber sie haben es versprochen und manche scheinen sie deswegen gewählt zu haben - na da müssens halt jetzt was dichten, mach dir keine Sorgen irgendeiner - den Blödsinn hams nächstes Jahr schon vergessen. Die überlegen schon, wie sie uns erklären, warum nicht...... Ist halt Politik, irgendeiner, geht um Interessen - ich hab die aus gutem Grund gewählt, und sehr viele tatsächlich nur, weil sie auf gewisse unhaltbare Versprechungen hereingefallen sind. (Und deswegen wähl ich nie grün, weil bei denen alles unhaltbar ist, auch wenn es theoretisch gut klingt.) Da bleib ich beratungsresistent mein standhafter Irgendeiner.

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Irgendeiner
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Naja, Gerhard, rechtlich wirds wohl anders laufen,auf der Schiene,Eltern haben die Pflicht, ihre Kinder zu nähren und zu kleiden und medizinisch versorgen zu lassen und jetzt habens die Pflicht auch noch, die am Karren zur Schule zu schleifen und da wirds halt holpern.Und Gerhard, ich hab schon ein paar Jahre am Buckel und ich weiß schon länger,daß auf den Nachweis, daß etwas Mumpitz sei dann immer eine allerletzte Bewegung erfolgt, das "das war nicht so ernst gemeint", das "nur sone Idee", das "das kommt eh nicht",schlicht die Relativierung.Und damit soll der Nachweis, daß da was nicht denkt, nicht Kenntnis hat, schlicht intellektuellen Mumpitz fabriziert ins Leere laufen.Und

jetzt sag ich Dir mal was Gerhard, was kein linker sondern mehr ein rechter Topos ist, Gerhard, die emanzipierten Damen werdens mir nachsehen müssen weil ich halt bin wie ich bin, von Männern Gerhard, von richtigen Männern,von solchen die das Prädikat zu Recht tragen,von denen erwarte ich zuvorderst, daß sie meinen was sie sagen, daß sie den Weg gehen wollen den sie vorschlagen, daß die Fronten klar sind und das Gemeinte auch gemeint,ich habe keine Lust mich in Exegese zu begeben und zu debattieren wieviel daran ernsthaft war,dieses Spiel hat Jörg gespielt, was gesagt, bissale zurückgerudert, dann entschuldige ich mich halt und sich im Ungefähr und Irgendwie vertschüßt.Das ist nicht die lokale Wirthaustruppe mit lustigen Ideen,das bildet eine Regierung und irgendwas daherzuquasseln was nicht gemeint oder nicht machbar ist,dafür zahlma die nicht,denn das Gerhard ist der Kern des populistischen Schwachsinns.Und wenn ich sage,daß die den Sozialstaat ausräumen, den Umweltschutz demontieren,den Turbokapitalismus bringen werden, dann mein ich das auch , darauf kannst mich festnageln und ich bin nur Irgendeiner,wer das nicht so zu halten vermag hat schon deshalb in einem Amt nichts verloren.Und Gerhard,ob Du grün wählst ist Deine Sache, daß Du nicht siehst, daß bei einem Amtsträger der Charakter zentraler ist als die Ideologie, weil ersterer bestimmt ob er letztere wirklich hat,das ist das Problem.Und weißt eh, keine Ambition und ein Strategiepapierl dazu, nein, so wird das nichts.

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gerhard2412
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irgendeiner

Tja, aber du sagst und trägst halt auch keine Verantwortung. Du reitest ja auf dem irgendeinen herum. Da darfst alles sagen, weil es dich nie und nimmer betrifft. Eine spezielle Form der Fei.h... t- oder? Und Standpunkte eisern vertreten - ja schön - bedeutet in der Politik aber KRIEG - guck mal nach USA - da vertritt einer eisern. Mag eine Dumpfbacke sein, aber nach deiner Def. ist der ein echter Mann. Ich hab die Idee nicht gehabt, also darf ICH sie auch relativieren. Oder soll ich dir die Schulden deiner bewunderten "Grünen" (die knallrote Altkommunisten sind - nix weiter - und du weißt für mich sind Na..is und Kom...is ein und dasselbe) umhängen, weil du hier deren "Standpunkte" vertrittst. Eines irgendeiner kannst dir sicher sein, die "denken" dort viel weiter als dein Mäderlverein es je getan hat. (Obs dir, dem Imam um die Ecke, den alten RAFlern im roten Himmel der Dummheit oder Jean Claude dem Durstigen passt, ist mir vollkommen powidl). Der Mag. 100% hätt uns an die Spekulanten verkauft, die GrünInnen hätten Österreich in den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Ruin getrieben (Bürgerkrieg inklusive). O.k. Die Neos sind ganz vernünftig. Der Triebmensch und seine Renegatentruppe ist lavendel der allerdürftigsten Art. Also irgendeiner, mir ist auch egal wen du wählst - aber akzeptier einmal, das wir in einer Demokratie leben.

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Irgendeiner
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Ach Gerhard, es ist anders rum, Sachen die mich persönlich betreffen klammere ich weitestgehend aus, das regle ich auf andere Art anderswo,weil mir dort zwangsläufig die desinteressierte objektive Betrachtung abgeht wo ich Partei bin.Ausnahmen kennzeichne ich explizit, zum Beispiel die Kärntner Gesetze zum Schwammerlklauben.Hat Gründe warum Richter befangen sein können,ein Urteil hat mehr Gewicht wenns nicht das eigene Taschel füllt.Und wenn Du Dich durch Deine postulierte biographische Herkunft aus einer

Unternehmerfamilie in eine Position drängen läßt, naja, ich bin nur Irgendeiner, freischwebende Intelligenz nannte es Mannheim,wennst Dinge wie Gerechtigkeit und Moral suchst mußt von Eigeninteressen immer abstrahieren können,sonst bist nur ein weiterer Schreier mit Bias im Chor.Und Gerhard, ich seh mit echtem Amüsement wie Du mich an Grüne,Linke,Kommunisten, Kern,Nazis gar,schlicht das Böse rückbinden möchtest,ist halt schwer mit einem der so gar keine Vorsprünge hat an denen man zerren könnte,ich sagte doch, der Stein ist hart,fugenlos und glatt und Vorsatz ist es auch noch,ich bin nicht zur höheren Weihe meiner Person hier, Gerhard,ist schwer zu verstehen, nicht.Und wenn du mit noch so viel Verve auf die Grünen hindrischt, mich triffst Du nicht,vergebliche Liebesmüh, vertane Zeit.Und relativieren darfst was Du willst,aber damit sagst du, daß du was gewählt hast wast selbst nicht ernst nehmen kannst,verstehst,denk einmal drüber nach.Und einen Standpunkt eisern zu vertreten ist die Voraussetzung jedes Diskurses, Gerhard, das heißt nicht, daß Du ihn genauso eisern durchsetzen darfst, zumindest in einer Demokratie nicht,da purzeln Dir ein paar Sachen durcheinander.Wut wieder , Gerhard, ist nie sehr hilfreich in Auseinandersetzung,das solltest a bissale runterfahren.Und nein Gerhard,Feigheit ist nicht meine hervorstechendste Eigenschaft, ich geh auch rein wo ich viele Gegner habe und naja, ich geh auch aufrecht wieder raus,man lacht.

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gerhard2412
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irgendeiner - ein Stein ist nur gepresster Sand, der stärkste Baum fällt um, wenn der Sturm kommt, die Gräser aber biegen sich und stehen wieder auf. Versteh mich richtig, man sollte Standhaftigkeit nie mit Starrsinn verwechseln.

Ich dresche da nicht drauf, ich sag nur was ich von den "Grünen" halte. Du drischst ja hoffentlich auch nicht auf den Basti nur um die Basti-Wähler zu ärgern oder. Und punkto Wut, da bin ich immer ratlos, da wütest du z.B. in heiligem Zorn und beschimpfst und verhöhnst was das Zeug hält, und mir wirfst etwas vor, was ich gar nicht bin - wütend. Ich bin nur besorgt, was in unserem Land so abgeht (und v.a. traurig). Und dich kann ich da nicht ausnehmen. Wenn man die Hasspostings hier liest ist man sehr irritiert. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, wie krank vor Hass, die Menschen ( besonders die "Älteren") eigentlich sind. Und gerade die von der linken Seite, die sich gerne als die gescheiteren sehen. Und wenn ich die Politik ernst nähme, müsste ich am Wahltag wohl zu Hause bleiben. Du bist der Obrigkeitsgläubige, nicht ich, das hat auch mit meiner Herkunft zu tun. Ich bin halt zum Eigensinn, aber auch zur Selbstverantwortung erzogen. Und wir (meine Familie und mich) sind eben auch für andere verantwortlich. Und die Türkisen wurden von den Jüngeren gewählt, weil die Jungen dieselbe Verantwortung übernehmen wollen, weil sie sich nicht auf einen Gönnerstaat verlassen wollen. Das sich die "Alten" da überfahren fühlen, sehe ich ein. Pascal Bruckners "Ich leide, also bin ich" hat eure Generation verinnerlicht. Und jetzt steht ihr vor einer Generation die selbständig sein will, und davor habt ich offenbar große Angst.

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Irgendeiner
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Ach Gerhard, Sturm und Drang, da bist sehr

spät dran,aber der Wunsch ist schlecht verborgen,man lacht.Und Gerhard,ja meine Urteile sind oft hart und gewollt hart, nur persönlich beleidigend bei Mitpostern bin ich nie (Du auch nicht?) wenn ich mein Pfund will schneid ich es mir mit Spott heraus und ich bin vertragsrechtlich geschickter als der alte Shylock,man feixt.Und Gerhard,du weißt genau gar nichts von mir aber Du ziehst natürlich Vergleiche mit mir wo ich no na net schlecht aussehe,und ein Generationenproblem hab ich jetzt auch noch zur Schreibangst, jetzt simma schon beim Schenkelklatschen.Weißt Gerhard, ich bin alt,ich werde mit Sicherheit viel klüger in die Grube gehen als ich geboren wurde, ich bin auch in vielerlei Hinsicht abgeklärter und gelassener als ich es in jungen Jahren war,aber Gerhard,ich glaub wirklich, neben mir siehst Du alt aus, nicht optisch wohlgemerkt,denn Du bist sowas von selten Ich-bezogen.Und im letzten Satz, Gerhard, ist Dir ein massiver Freud passiert.

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gerhard2412
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irgendeiner

ja, dieses Rechtschreibprogramm nervt gewaltig. Und das du nicht persönlich beleidigst halte ich für ein Gerücht (da muss man schon ein noch größerer Tepp als ich sein, wenn man deinen "Spott" missdeutet). Und was soll ich von irgendeinem schon wissen, das ist ja so eine Art umgekehrtes Axiom - oder. (Da gibts eine Novelle vom Zweig - da spielst du mit) Stürmen und Drängen tu ich nicht, aber die Jungen, die den Basti gewählt haben vielleicht. Deine Generation war halt noch viel mehr mit sich selbst beschäftigt, als die jetzt - diese sexuelle Revolution war halt furchtbar enttäuschend. Deshalb geht dem Feminismus jetzt grauslich die Luft aus. (Gut die schlimmsten waren wohl unsere Opas - die wollten sogar den eigenen Heldentod erleben) Die 68er war die zweite große genasführte Generation des 20. Jhdts. (Und das Ergebnis seh ma jetzt - ist auch nicht viel weniger blutig als das was die "Marschierer" angerichtet haben - auch die Roten marschieren immer fleißig.) Versuch einmal die Ideologie wegzulassen, lies meinen Mist aufmerksam. Ich war nie irgendwo "dabei". Darum bin ich auch so schön "empathisch"

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Irgendeiner
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Ja Gerhard, diese bösen, bösen Rechtschreibprogramme, deshalb

verwende ich ja keins.Und Gerhard, Spott, eine reductio ad absurdum, das Aufzeigen von Kontradiktionen mag dir wehtun, Beleidigung ist doch was anderes.Und ich spiel schon im Nibelungenlied mit, da hat mich angeblich einer erschlagen, war aber auch Fiktion und wishfull thinking,man lacht.Und was Du gegen die sexuelle Revolution hast versteh ich nicht, da würd ich mir bei allen Fehlern doch das vorher nachher ansehen.Und Gerhard,das mit der Ideologie hab ich Dir doch auch schon erklärt,wiederholmas nicht, ist fad.Ich finds übrigens immer hochinteressant wenn sich jemand sichtbar so gerne hat wie Du
und dem Thema trotzdem ausweicht,das bringt mich immer ins grübeln.

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gerhard2412
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irgendeiner na ja den Hagen hams ja auch erschlagen aber (und den Knirps vom Etzel ja auch) Und der ganze Blutrausch war der Rache einer Frau geschuldet, dass ist das echt interessante am alten Lied...

Du meinst du warst dort der Drache, na geh.....
Nein beim Zweig, da ist ein älterer Herr, der ein junges Paar verkuppelt. Und der fiktive Autor stellt dem Herrn die Frage nach dem warum. Verstehst, nicht das junge Paar interessiert in der Geschichte, sondern der ältere Herr, der darin eigentlich gar nicht vorkommt. Aber du willst das wieder als Bild von DIR missdeuten. Darum geht es gar nicht - es geht um eine Haltung - du bist ja irgendeiner und deine Haltung ist hochmoralisch. Und da frag ich mich warum eigentlich? Welche Wahrheit ist es, die irgendeinen da reitet? Das ist wie mit den Veganern, warum glauben die, dass sie besser sind. Weils alle anderen furchtbar nerven? Das interessiert mich am "Gutisten". Warum nerven die so über alle Maßen, dass sie sogar aus dem Parlament rausfliegen. Das selber gerne haben, ist das Gutistenproblem, ihr wollts unbedingt lieben - ja warum denn, und warum eigentlich immer nur jemanden, von dem ihr keine Ahnung habt. Das ist so wie beim Gleichnis mit den Stachelschweinen. Ich bin so lange gut, solang es mich nicht betrifft. Und kritisier den, den es betrifft. Und da einert der irgend - weil da musst wissen wer der ist, sonst gilt das ganze nicht. Verstehst mich?

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Irgendeiner
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Naja Gerhard, wenigstens hast verstanden wen ich meine,ja den Drachen,der der gelegentlich was frißt,

eigentlich keine Rolle spielt und ohne den die Geschichte doch nicht funktionieren würde.Und Gerhard, ich kann da nichts als Bild von mir mißdeuten,ich bin mir nichtmal sicher welche Novelle Du meinst,eine eigentümliche Interpretation der "Verwirrung" oder was, das ich nicht kenne?
Und Wahrheit, Gerhard, ist immer personenunabhängig,das andere sind Sichtweisen und Moral erhebt immer Geltungsansprüche,ohne dem gehts nicht,die kannst abweisen aber wennst Dich dabei bedroht fühlst kann man fragen warum,die Angst nicht zu entsprechen?

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Hans Gürtl
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Ich verstehe ihren Beitrag nicht.

Er ist sehr emotional, dafür wenig sachlich. Versuchen sie ihren Beitrag in 3 kurzen Sätzen zu formulieren.

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Irgendeiner
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Jawohl, mein Führer,

Handlungen Dritter abzustrafen die jemand weder hervorrufen noch unterbinden kann,inbesondere bei Primaten die sich in einer hormonellen Übergangsphase
befinden deren Ziel und Zweck eben die vermehrt Abkoppelung von diesem jemandem ist,ist ein Konzept,daß sowohl auf mangelnde Intelligenz beim Regelgeber als auch auf eine völlige entwicklungsbiologische und entwicklungspsychologische Unbildung hinweist womit er sich in diesem Falle als
Entscheidungsträger disqualifiziert hat. Ich habs mit einem geschafft.

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Mein Graz
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@Hans

Wenn man des sinnerfassenden Lesens mächtig ist und sich ein bisschen Zeit nimmt, sind Irgendeiners Beiträge schon zu verstehen. Obwohl ich mich Anfangs auch bemühen musste.
😊

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Aleister
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Österreich hat gewählt?

Österreich hat sich verwählt!

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zyni
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Wir haben so gewählt,

also was soll die Suderei jetzt? Die Arbeitnehmer wissen möglicherweise nicht, wie gut es ihnen in Österreich noch geht.
Sie wissen noch nicht, wie es in 10 oder 20 Jahren aussehen wird.
Die Weltmacht China wird uns überrollen. Über den 12-Stunden-Tag zu diskutieren ist echt lächerlich. Die Arbeiter bekommen eh jede Stunde bezahlt. Noch.

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