Konstituierende Sitzung182 Abgeordnete angelobt, einer fehlte

Mit der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Nationalrats hat am Donnerstag die 26. Gesetzgebungsperiode begonnen. Schelling verzichtete. Jetzt live.

KONSTITUIERENDE SITZUNG DES NATIONALRATES: SCHIEDER / KERN
Andreas Schieder, Christian Kern (SPÖ) © APA/HERBERT NEUBAUER
 

Der neue Nationalrat ist in Amt und Würden. Eröffnet wurde die Sitzung am Donnerstag Vormittag mit der österreichischen Bundeshymne. Danach wurden 182 Abgeordnete im Hohen Haus angelobt, der freiheitliche Mandatar Harald Stefan fehlte entschuldigt. Überraschend kam der Verzicht von Finanzminister Hans-Jörg Schelling (ÖVP), für den Michaela Steinacker (ÖVP) wieder zu einem Mandat kommt, was wiederum eine Rekord-Frauenquote im Nationalrat von 34,4 Prozent bringt. Nach der Angelobung folgte die erste Debatte, in deren Rahmen über die Kandidaten für die Wahl ins Nationalratspräsidium diskutiert wurde.

Für den Posten der Präsidentin ist die bisherige Europaparlamentarierin Elisabeth Köstinger (ÖVP) vorgesehen. Die Neos kritisierten das heftig und kündigten an, statt Köstinger Karl-Heinz Kopf (ÖVP) ihre Stimme zu geben. Amtsinhaberin Doris Bures (SPÖ), die bis zur Wahl die Sitzung leitet, soll Zweite Präsidentin werden. Norbert Hofer (FPÖ) ist weiter als Dritter Präsident vorgesehen.

Neu waren nicht nur 85 Abgeordnete, sondern auch der Blumenschmuck bei den Freiheitlichen. Sie verzichteten auf die traditionelle Kornblume, die wegen ihrer Vergangenheit als Zeichen illegaler Nazis in der Zwischenkriegszeit immer wieder Anlass für Kritik geboten hatte, und zierten sich diesmal mit einem Edelweiß. Die SPÖ kehrte zur roten Nelke zurück, nachdem man vor vier Jahren noch eine rote Rose angesteckt hatte. Die ÖVP-Mandatare trugen lediglichen einen türkisen Button mit dem Hashtag oevpklub.

Neuer Nationalrat: Symbolträchtiger Antritt

Der neue Nationalrat ist in Amt und Würden. 182 Abgeordnete wurden am Donnerstag im Hohen Haus angelobt, der freiheitliche Mandatar Harald Stefan fehlte entschuldigt.

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Neu waren nicht nur 85 Abgeordnete, sondern auch der Blumenschmuck bei den Freiheitlichen. Sie verzichteten auf die traditionelle Kornblume, die wegen ihrer Vergangenheit als Zeichen illegaler Nazis in der Zwischenkriegszeit immer wieder Anlass für Kritik geboten hatte, und zierten sich diesmal mit einem Edelweiß.

 

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Die ÖVP-Mandatare trugen lediglichen einen türkisen Button mit dem Hashtag oevpklub.

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Die NEOS wollen es offenbar eher stachelig angehen. Sie trugen zwar keine Blumen, hatten aber auf ihre Pulte Kakteen mit pinker Blüte gestellt. Völlig schmuckbefreit präsentierte sich der Klub der Liste Pilz, die übrigens die einzige neue Fraktion in dieser Gesetzgebungsperiode ist.

 

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Der Angelobung wohnte den Traditionen entsprechend der Bundespräsident bei. Neben Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen waren unter anderem Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol und der frühere Vizekanzler Norbert Steger (FPÖ) in den Großen Redoutensaal gekommen.

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Fortgesetzt wird die Sitzung mit einer ersten Debatte, in deren Rahmen die Kandidaten für die Wahl ins Nationalratspräsidium gewürdigt werden sollen. Für den Posten der Präsidentin ist die bisherige Europaparlamentarierin Elisabeth Köstinger vorgesehen. Amtsinhaberin Doris Bures, die bis zur Wahl die Sitzung leitet, soll Zweite Präsidentin werden. Norbert Hofer ist weiter als Dritter Präsident vorgesehen.

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Die SPÖ kehrte zur roten Nelke zurück, nachdem man vor vier Jahren noch eine rote Rose angesteckt hatte.

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Claudia Gamon (NEOS)

Maria Großbauer (ÖVP)

Efgani Dönmez (ÖVP)

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Die Neos wollen es offenbar eher stachelig angehen. Sie trugen zwar keine Blumen, hatten aber auf ihre Pulte Kakteen mit pinker Blüte gestellt. Völlig schmuckbefreit präsentierte sich der Klub der Liste Pilz, die übrigens die einzige neue Fraktion in dieser Gesetzgebungsperiode ist.

Der Angelobung wohnte den Traditionen entsprechend der Bundespräsident bei. Neben Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen waren unter anderem Ex-Nationalratspräsident Andreas Khol und der frühere Vizekanzler Norbert Steger (FPÖ) in den Großen Redoutensaal gekommen.

Sechs Abgeordnete mit Migrationshintergrund

Da Peter Pilz auf sein Mandat verzichtet und den Weg für eine Angelobung von Martha Bißmann freimacht, wird die Liste Pilz mit einer Geschlechter-Parität von vier zu vier seine Nationalratspremiere bestreiten. Dahinter folgt die SPÖ mit einer Frauenquote von 46 Prozent. Den geringsten Frauenanteil haben die Freiheitlichen mit knapp 22 Prozent.

Gering ist unverändert der Anteil von Abgeordneten mit Migrationshintergrund, wie die Medienservicestelle Neue Österreicher/innen erkundet hat. Nur sechs Mandatare stellt diese Gruppe, verteilt auf SPÖ, ÖVP und Liste Pilz. In der Türkei geboren wurden Nurten Yilmaz und Selma Yildirim (SPÖ) sowie Efgani Dönmez (ÖVP). Alma Zadic (Liste Pilz), geboren in Tuzla, ist die erste Abgeordnete, die aus Bosnien-Herzegowina stammt. Noch-Staatssekretärin Muna Duzdar (SPÖ) kam zwar in Wien zur Welt, hat aber palästinensische Eltern. In Australien geboren ist Stephanie Cox von der Liste Pilz.

 

Kommentare (8)

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Redridinghood
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106 zuviel

9 Bundesländer x 9 Abgeordnete = 81

wären mind. 930.000€ /pro Monat eingepart (ohne die Arbeitgeber Abgaben)

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Redridinghood
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sorry 102 zuviel = ca 887.400€ einsparung

:-)

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top8
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wenn man sich

das ganze anhört was schwarz und vorallen blau gerade von sich geben wird einem angst und bang um die zukunft von unserm land!

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Zeitgenosse
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Herr

Strolz , mein Respekt zu ihrer Rede!!!!!

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Zeitgenosse
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Herr

Kern beginnt mit voller Kraft einer Opposition! Und das ist gut so!!!

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Poto60
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Neu gewählter Nationalrat

Ich bin gespannt, ob die neue Regierung die vom Volk gewünschte Änderung, bezüglich Migration und Integration in Angriff nimmt, oder ob vielleicht doch nur wir die"kleinen Leute" , in Arbeitszeiten, Pensionen, Gesundheitswesen und soziale Grechtigkeiten beschnitten werden!
Man hört nämlich nur mehr, dass etwas geändert werden muss!!
ABER WAS?

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aberEigentlich
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..

Nachdem Kurz im Wahlkampf JEDES nur erdenkliche Thema zu einem Migrationsthema machte, würde ich mir da keine Sorgen machen. Wichtiger wäre es auch andere, ebenso dringende, Themen zu behandeln wie Steuerflucht und -Betrug (siehe aktuelle "Leaks"), Umweltschutz, Bildungsreform, Verwaltungsreform, usw...

Ich sehe auch den zwanghafte Willen irgendetwas zu ändern, in Kombination mit der ÖVP/FPÖ Linie eher als Drohung für die "kleinen Leute" und nicht als Hoffnung.

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pescador
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.

Der Bauernbund ist mit 16 Abgeordneten wieder einmal überdimensional vertreten. Weist nicht gerade auf Veränderung hin....

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