Personal-Chaos in DeutschlandDie Garde hinter Merkel formiert sich für Tag X

Seit 1999 ist Angela Merkel Parteichefin der CDU. Und das will sie auch bleiben. Doch das Drängen nach Erneuerung nimmt zu.

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Bei der SPD purzeln die Parteichefs fast im Jahrestakt, bei der CDU ist alles seit Jahren fixiert. Die Parteichefin heißt seit 1999 Angela Merkel. Seit nunmehr 13 Jahren ist die mittlerweile 63-Jährige auch Bundeskanzlerin. Und das will sie auch bleiben, auf jeden Fall weitere vier Jahre.

Gerade hat sie sich noch einmal festgelegt: Wenn die Regierungsbildung mit der SPD klappen sollte, werde sie die gesamte Wahlperiode im Amt bleiben, sagte Merkel im ZDF. Und weil sie es wichtig findet, als Regierungschefin auch das Sagen in ihrer Partei zu haben, wird es auch an der CDU-Spitze bis 2021 keine Veränderung geben. Gleichzeitig nimmt in ihrer Partei das Drängen nach Erneuerung zu - und inzwischen wird auch Merkel mehr oder weniger direkt aufgefordert, sich über ihre Nachfolge Gedanken zu machen.

Als einer der Prominentesten äußerte sich nun der frühere hessische Ministerpräsident Roland Koch, der Merkel aufforderte, einen geordneten Übergang zu organisieren. Er selbst hat vor einigen Jahren mitten in einer Wahlperiode seine Ämter an Volker Bouffier übergeben. In der Hessen-CDU war zu diesem Zeitpunkt klar, dass man bei der nächsten Landtagswahl auf Koch verzichten wollte.

"Halb totes Wrack"

Merkel hat zu Beginn ihrer politischen Karriere einmal gesagt, sie wolle nicht „als halb totes Wrack“ aus dem Politikerleben ausscheiden. Im Wahlkampf hat sie bekundet, dass sie sich als solches noch nicht fühle. Und in der CDU waren auch die ganz froh über Merkels erneute Kandidatur, die einiges an ihr zu kritisieren haben: Es ersparte der Partei einen mühsamen Nachfolgekampf - und manch einem bleibt so Zeit, sich noch besser in Position zu bringen.

Über die Jahre sind nun zwei CDU-Politiker, die stets als aussichtsreiche Nachfolger galten, aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Der bisherige Innenminister Thomas de Maizière sitzt in einer Großen Koalition nicht mehr am Kabinettstisch und rückt damit in die hinteren Reihen. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen war zwar ein Publikumsmagnet, wurde aber in Teilen der Partei mit großem Misstrauen beobachtet. Ein großes Unterstützernetzwerk geht ihr ab. Nachgerückt sind dafür einige andere. Annegret Kramp-Karrenbauer werden die größten Chancen attestiert. Ihr Erfolg im Saarland läutete 2017 die Siegesserie der CDU ein, die über drei Landtagswahlen zur Bundestagswahl führte.

Kommentare (1)

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Ariele
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Zur Disposition?

Ihre Position steht nicht zur Disposition meint sie. Für die Situation in Europa trägt die "Wir schaffen Das"-Kanzlerin Hauptverantwortung. Und nach wie vor liefern die Deutschen Waffen in die Krisengebiete und verdienen sich dabei dumm und dämlich. Das viele dieser Hölle entkommen wollen verwundert nicht.

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