Konjunktur könnte überhitzenFiskalrat: Regierung muss Ausgaben einbremsen

Die Wirtschaft läuft auf Hochtouren, so gut wie seit zehn Jahren nicht mehr. Die künftige Regierung dürfe das nicht durch zusätzliche Ausgaben anheizen, warnt Fiskalratspräsident Bernhard Felderer. Sonst könnten etwa die Preise stark steigen.

PK 'BERICHT UeBER DIE OeFFENTLICHEN FINANZEN 2015-17 DES FISKALRATES': FELDERER
© APA/HELMUT FOHRINGER
 

Ein Wirtschaftswachstum von fast drei Prozent, sinkende Arbeitslosigkeit, stark steigende Staatseinnahmen sowie Zinsen, die Staatsschulden derzeit so billig machen wie noch nie. Besser geht´s nicht, sollte man meinen. Außer man gießt Öl ins Feuer. Dieses Bild hat Fiskalratspräsident Bernhard Felderer zwar nicht selbst in den Raum gestellt, aber es könnte passen. Der Ökonom warnt die künftige Regierung jedenfalls eindringlich davor, die Konjunktur noch weiter mit staatlichen Mehrausgaben anzuheizen. 

"Wir sehen gerade eine fantastische Situation, wenn es so weitergeht, haben wir aber vielleicht schon Ende 2018 oder 2019 ein Überhitzungsproblem," so Felderer. Insofern könne der Fiskalrat den Kurs der künftigen Regierung nicht gutheißen. Statt mehr auszugeben, müsse sie auf die Bremse steigen. In dieser Zeit von vornherein ein höheres Defizit einzuplanen, wirke prozyklisch. "Wann soll man denn die Defizitquote herunterbringen,wenn nicht jetzt?", fragt der Wirtschaftsexperte. Notwendig sei eine nachhaltige Konsolidierung, auch wenn sich die Fiskalposition im heurigen Jahr deutlich verbessert habe. So wird mit einem Anstieg der Staatseinnahmen um 3,8 Prozent oder 6,7 Milliarden Euro gerechnet. Dem steht eine deutlich weniger steile Entwicklung bei den Ausgaben gegenüber, gerechnet wird mit einem Zuwachs von 1,9 Prozent.

Bleibt die künftige Regierung bei ihrem Ausgabenkurs drohe Österreich 2018 sogar trotz guter Konjunkturlage ein Defizit von 2,5 Milliarden Euro oder 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

 

 

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schteirischprovessa
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Es ist davon auszugehen, dass die neue Regierung

die Ausgaben mindern wird, was ja mit einer SPÖ nicht möglich ist.

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