Ö1-Morgenjournal Kostelka: AUVA drohen Leistungskürzungen

Der Pensionistenverband hat der Regierung im Zusammenhang mit den Reformüberlegungen bei der AUVA eine"völlig unsoziale Einstellung“ vorgeworfen.

VERBANDSTAG PENSIONISTENVERBAND OeSTERREICHS (PVOe): KOSTELKA
Peter Kostelka © APA/HERBERT-PFARRHOFER
 

Die von der Regierung angedrohte Auflösung der AUVA war gestern auch Thema beim Verbandstag des SPÖ-Pensionistenverbandes. Nach fast 20 Jahren an der Spitze des - wie man selbstbewusst sagte - "größten Seniorenvertretung Europas" wurde dabei Karl Blecha von Peter Kostelka abgelöst. Der Pensionistenverband hat der Regierung im Zusammenhang mit den Reformüberlegungen bei der AUVA eine - Zitat - "völlig unsoziale Einstellung“ vorgeworfen. Und Peter Kostelka sagt, wenn 500 Millionen Euro eingespart werden sollen, müssten zwangsläufig Leistungen gekürzt werden, erklärte Kostelka im Ö1-Morgenjournal.

"Größte Seniorenorganisation Österreichs"

"Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs zu sein, das ist die wichtigste Aufgabe, die man in meiner Generation in dieser Republik haben kann." So kommentierte Dr. Peter Kostelka am Montag seine Wahl zum neuen Präsidenten des PVÖ, der stärksten Seniorenorganisation Österreichs, und bedankte sich bei den Delegierten für das große Vertrauen, das ihm mit 98,5 Prozent der Stimmen entgegengebracht wurde.

In seiner Rede umriss der neu gewählte Präsident des PVÖ die Eckpunkte seines Verständnisses von einem starken und erfolgreichen Pensionistenverband. Kostelka: "Der Pensionistenverband muss - gerade in Zeiten wie diesen - seine Stimme für all jene erheben, die selbst ihrer Stimme nicht Gehör verschaffen können. Das ist die wichtigste Aufgabe des PVÖ, das ist richtig, das ist wichtig. Und das ist stark."

Seit seiner Gründung im Jahr 1949 verfolgt der Pensionistenverband drei Ziele, die es nach Kostelka immer noch zu verfolgen gilt: "Bekämpfung der Altersarmut - Sicherung und Ausbau bestmöglicher Gesundheits- und Pflege-Bedingungen - Vermeidung von Einsamkeit im Alter."

Kostelka gilt als politischer Ziehvater von SPÖ-Chef Christian Kern - der Pressesprecher im Parlamentsklub war, als Kostelka von 1994 bis 2000 den Klub leitete.

Kommentare (2)

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UHBP
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Milchmädchenrechnung

€500.000.000,- sollen eingespart werden.
€90.000.000,- macht die Verwaltung aus.
Frage an den einfachen FPÖVP-Wähler: Wo werden die restlichen ca. €400.000.000,- eingespart, wenn nicht bei den Leistungen?
PS: Ein paar Leute für die Verwaltung werden sie aber auch noch überlasse müssen.
PPS: Treffen wird es sicher nicht jene mit Zusatzversicherungen, sondern jene in der unteren Einkommenschicht. Aber davon sind die einfachen FPÖ Wähler ja nicht betroffen ;-)

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Geerdeter Steirer
1
6
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'Milchmädchenrechnung'

Dämmern fängt es den meisten ja erst dann an wenn sie selbst davon betroffen sind, vorher ist ja noch das Ego und das sogenannte Brett vorm Kopf, traurig aber leider wie immer wahr !

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