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Pressestunde

Schönborn hält Steuerreform für "guten Anfang"

Kardinal Schönborn hält Steuerreform für "guten Anfang", mahnte jedoch weitere Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit ein. Im Stich gelassen fühlt er sich in Sachen Fortpflanzungsmedizingesetz von der ÖVP.

Kardinal Schönborn
Kardinal Schönborn © (c) AP (Gregorio Borgia)
 

Kardinal Christoph Schönborn hält die vor kurzem von der Bundesregierung präsentierte Steuerreform für einen "guten Anfang". In der ORF-"Pressestunde" am Sonntag mahnte er jedoch weitere Maßnahmen für soziale Gerechtigkeit ein. Im Stich gelassen fühlt er sich in Sachen Fortpflanzungsmedizingesetz von der ÖVP, räumte er dabei auch ein.Die Steuerreform ist aus seiner Sicht ein "guter Anfang", um eine Korrektur vorzunehmen und die Schere zwischen Arm und Reich ein wenig zu schließen. Es müsse aber weitergehen, forderte der Kardinal. Seiner Meinung nach haben diejenigen mit Eigentum eine soziale Verantwortung. Ein höherer Steuersatz auf höhere Einkommen sei daher eine "Frage der Gerechtigkeit". Eine gerechte Gesellschaft bemesse sich daran, wie sie jenen beisteht die auf Hilfe angewiesen sind, so Schönborn.

Zu den Vorgängen rund um die Hypo Alpe Adria Bank verwies er auf die Zehn Gebote und diese wendet er auch in der Frage der Steuergerechtigkeit an: "Ich weiß, Steuern zahlen ist nicht angenehm, aber wir wissen, dass massiver Steuerbetrug auch ein Schaden an der Gemeinschaft ist." Die Schere zwischen Arm und Reich sei in den vergangenen Jahren noch weiter auseinandergegangen, Wirtschaftswachstum fließe in das oberste Segment: "Es geht wenig in bessere Verteilung", so Schönborn.

Umstrittenes Fortpflanzungsmedizingesetz

Zum umstrittenen Fortpflanzungsmedizingesetz habe er mit einigen Politikern persönliche, "intensive" Gespräche geführt. "Offensichtlich" sei diesen aber "egal" gewesen, dass die katholischen Laienorganisationen das Gesetz "sehr kritisch" sehen, stellte Schönborn fest. Die Kirche habe nicht die Aufgabe zu siegen, aber sie solle ihre Meinung sagen. Auf die Frage, ob er sich hier von der ÖVP im Stich gelassen fühlt, meinte der Kardinal: "In dieser Hinsicht schon." Seiner Meinung nach geht es um eine Frage der Zivilgesellschaft, die Selektion in lebenswertes und nicht lebenswertes Leben lehnt er ab: "Dagegen werden wir uns wehren, weil es ein fundamentales Menschenrecht verletzt."

Schönborn betonte auch, dass ein Kind das Recht auf Vater und Mutter habe. Ein Recht auf Kinder gibt es seiner Meinung nach nicht: "Ein Kind ist immer ein Geschenk." Die traditionelle Familie sieht er zwar als Ideal an, aber: "Das Ideal zu nennen ist nicht eine Verurteilung der Situationen, die nicht dem Ideal entsprechen." Auf die Frage, ob wiederverheiratete Geschiedene in die Hölle kommen, sagte Schönborn: "In die Hölle kommen, muss man wirklich wollen."

Verständnis für Ausrutscher des Papstes

Von Papst Franziskus erwartet sich Schönborn für das dritte Jahr, dass dieser die Kurienreform weiterführt: "Es geht gut voran." "Er will eindeutig das Haus in Rom in Ordnung bringen, das geht langsamer als ursprünglich gedacht. Aber ich glaube, er wird es schaffen, die Kurienreform in den großen Zügen durchzuziehen." Ob in der Familiensynode das Kommunionsverbot für wiederverheiratete Geschiedene aufhebt, ließ Schönborn offen: "Da erwarte ich mir ein klares Wort über die Gewissensverantwortung."

Dass Franziskus mitunter die falsche Tonlage erwischt und mit Aussagen überrascht, kritisiert Schönborn nicht: "Mir ist lieber, er macht ein paar Ausrutscher in seinen Reden, aber er redet dabei frei von der Leber weg."

Von der Familiensynode erwartet er sich außerdem eine "Ermutigung, dass die Familie kein Auslaufmodell ist. Familie ist das Überlebensnetzwerk der Zukunft." In diesem Zusammenhang vermisst er bei der Steuerreform Entlastung für Mehrkindfamilien, dies sei "kurzsichtig": "Das verstehe ich nicht."

Nachfolger-Suche in Graz auf Zielgrade

Die Suche nach einem Nachfolger von Egon Kapellari als Grazer Diözesanbischof sollte bald abgeschlossen sein, glaubt Schönborn: "Die Suche ist in der Zielgerade, ich hoffe es." Wer es wird wisse er nicht, er vertraue aber darauf, "dass es ein Guter wird."

Zum Flugzeugunglück vergangene Woche erklärte Schönborn: "Das erste Gefühl ist einfach Mitgefühl." Er räumte weiters ein, wenn er ein Flugzeug besteigt: "Ich mache immer ein Kreuzzeichen und bete still ein kleines Dank-Gebet, wenn das Flugzeug gut gelandet ist." Selten erlebe man sich "so in Gottes Hand" wie wenn ein Flugzeug abhebt: "Ich staune immer, dass das möglich ist."

Eine Woche vor Ostern erklärte er auch zum Kern der Osterbotschaft: "Ich bin zutiefst überzeugt, es wird alles gut werden. Aber diese Botschaft muss man behutsam sagen", angesichts großen Leides: "Die Botschaft bei großem Leid ist zuerst Mitleid."

Zwischen 22 Uhr und 8 Uhr ist das Erstellen von Kommentaren nicht möglich.
Danke für Ihr Verständnis.

hermannsteinacher
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Danke für dies schöne Foto

Seiner Eminenz!

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fipsal
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Wer einen Verein braucht, nix dagegen

Nicht ein jeder läuft Hirnlos und Gedankenlos durchs ganze Leben und ein jeder Mensch sollte mündig sein, sich für dies oder das zu entscheiden.Ein jeder Mensch glaubt an etwas.

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hermannsteinacher
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Der Zitat-Untertitel Seite 7, KLEINE, heutige Printausgabe,

zum Schönborn-Artikel
"In die Hölle kommen muss man wollen."
zeugt nicht gerade von Weisheit.

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hermannsteinacher
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Als Schluss des Artikels

in der Zitat-Formulierung
"In die Hölle kommen muss man wirklich wollen."
auch nicht klug.

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fipsal
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Ganz einfach ausgedrückt, in jedem Menschen leben zwei Tiere, das Gute und das Böse. Es kommt nur darauf an, welches Tier du fütterst.

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hermannsteinacher
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fipsal

Mag schon sein, doch die christlichen Kirchen lehren halt recht einseitig nach 1 Mose 8,21
"... und Gott ... sprach zu sich selbst:
'... denn der Trieb/das Sinnen des menschlichen Herzens ist zum Bösen geneigt/böse von Jugend an.' "

Allerdings hatte Gott am Ende des 6. Schöpfungstages noch ein ganz anderes Urteil, siehe 1 Mose 1,21
"Gott sah alles, was er gemacht hatte, und fürwahr, es war sehr gut."
Das war im Anschluss an die Erschaffung und Segnung des ersten Menschenpaares (Mann und Frau) samt Beauftragung 'Macht euch die Erde untertan!'.

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Patriot
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Sein Appell, die soziale Gerechtigkeit

voranzutreiben, geht eindeutig in Richtung ÖVP. Deren Vertreter/innen, die sich bei jedem Gottesdienst in die erste Reihe drängen und sich christlich-sozial schimpfen, sind nach wie vor die Beschützer der Reichen und Steuerhinterzieher (Bankgeheimnis in Österreich, keine Vermögenssteuern, etc.)!

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monk2
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Wenn wir schon beim Thema sind,

wann lädt der Finanzminister auch die Kirche ein Steuern zu zahlen?
Die größte und reichste Institution der Welt.

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fipsal
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Nicht doch, sie üben ja die Bamherzigkeit beim Geldausgeben für die Flüchtlinge im Lande.

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perli01
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Eh Klar!

Der reichste Verein und seine leitenden Angestellten sprechen über so etwas. Wie viel Steuergeld bekommt den die Kirche von uns? Selbst beim Karenzgeld und bei halbtags Tätigen treiben sie ihre Steuern ein. Und die Kirche mit ihren Besitztümern werden auch bevorzugt.

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fipsal
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Der Staat zahlt an jede Religionsgemeinschaft und die Kirchensteuer ist extra noch. Sie kriegen den Hals auch nie voll.

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perli01
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An die Neinklicker!

Was ist an meiner Ansage falsch?

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perli01
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Nur

Nein klicken ist zu wenig. Vielleicht gibt es ja auch ein kleines Argument?

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BOREI
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Dieser Herr soll sich an die Trennung von Kirche und Staat erinnern.

Er ist allein für die Kirche zuständig und ansonsten soll er sich wie auch seine Brüder von Caritas % Co aus der Politik zurückhalten!

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bluemchen1
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Der auch noch

Wenn der so weitermacht wird er in nicht allzulanger Zeit alleine das Volk der katholischen Kirche darstellen.
Aber eins muß man ihm lassen, ohne Rückgrat aufrecht stehen kann nicht jeder.

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selbstdenker1
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Wie wird eigentlich das Häubchen eines "Kardinals" befestigt?

Solange Funktionäre der katholischen Kirche mit eigenartigen Kopfbedeckungen herumlaufen, wird man sich (Gleichbehandlungsgebot) schwer tun, Kopftücher von Musliminnen zu verbieten.
Während allerdings die Stabilität von Kopftüchern durch Fixierung unterm Kinn und/oder im Nacken gewährleistet scheint, ist die Stabilität des "Kardinal"-Häubchens ein Phänomen.
Wird die Stabilität eines "Kardinal"-Häubchens eigentlich durch (Rest-)Haarklammern erreicht oder ist hier etwa ein - sicherlich geweihter - geheimer Klebstoff im Spiel?

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schneealpe
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Universalklebstoff ....
Häubchen....Zähne....Schmalzlächeln ;)))

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BOREI
6
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Superkleber, eh klar!

;-)

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Roland222
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Roland

Haftcreme von DM Markt,,extra stark!!!
Damit du es weißt,,,

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selbstdenker1
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@Roland222: Ist die vom DM-Markt wohl auch ausreichend geweiht?

Von einem Haftcreme-Geweih habe ich nämlich noch nie gehört.

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Schmorschneehuhn
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Schönborn hält Kirchensteuerreform für was?

Das die Weide, wo er sich seinen Schafen widmen könnte!

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latisana
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Seine Scheinheiligkeit

hat gesprochen!!!!!

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perplesso
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naja, wenn er sich von der ÖVP verlassen fühlt,....

dann wird ihm sicherlich die FPÄ gerne zur Seite springen !?

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Roland222
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Roland222

Alles nur gütiges Geschwafel habe die Sendung gesehen,,,Wein trinken Wasser predigen!!
Selbst die Röm kath, Kirche ist die reichste kapitalhotende Instution von Österreich der größte Grundbesitzer !! Und zahlt null Grundsteuer !!!!
Und dann von ungerecht verteilt reden?????
Sowas von unglaubwürdig !!! Von den Zinshäusern Allein..am stepfansplatz gar nicht zu reden mit aber Millionen Zinserträgen !!!!
Aber am Sonntag zu Buße und Umkehr rufen?
Und die Präplatitions Therapie ist beschlossen und nur zum Wohle der Menschen!! Und hätte es nicht Dr,Martin Luther gegeben,,würden wir unsere Sünden noch mit Ablaßbriefen frei kaufen müssen !!!
So siehts aus!!!!

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hermannsteinacher
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Bitte Luther nicht überschätzen,

auch die Evangelischen wissen mit den "netten" Worten, die der Evangelist Matthäus Jesu unterstellt:
"Wer zu seinem Bruder sagt: 'Du Narr!', der ist des höllischen Feuers schuldig."
(oder: ... wird der Feuerhölle verfallen sein!),
nicht viel Gescheites anzufangen.

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freisein
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Der hat keine Skrupel Mieter, die Mietrückstände haben zu delogieren.

Einheimische natürlich nur. Oder er jeiert um Spenden für die Armen, damit sie endlich der Erzdiözese die Miete bezahlen können! Unfassbar, diese Frechheit.

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Kommentare 1-26 von 32

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