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BZÖ-Funktionärskonferenz

BZÖ will Alternative zu "Blindflug" in Kärnten sein

Orangen sind vom Einzug in den Landtag überzeugt, Umfrage nährt den Optimismus. Funktionäre wurden auf kritischen Kurs eingeschworen.

© Weichselbraun
 

Im Kärntner BZÖ herrscht demonstrativ gezeigte Aufbruchstimmung. Hoch droben, auf dem Magdalensberg, wurde am Samstag rund 60 orangen Mandataren und Funktionären das Ergebnis einer Umfrage präsentiert, für die das Institut für Grundlagenforschung (IGF) 1500 Österreicher befragt hat. Sowohl auf Landes- als auch auf Bundesebene prophezeit es dem Bündnis einen Wähleranteil zwischen fünf und acht Prozent. Man rechnet also fix damit, nach den nächsten Wahlen sowohl ins Parlament als auch in den Kärntner Landtag (wieder)einzuziehen. Damit sei die Frage von Skeptikern, "wie lange gibt's euch noch" beantwortet. Obmann Josef Bucher hat laut Umfrage einen Bekanntheitsgrad von 68 Prozent. IGF-Konsulent Harald Pitters: "Ein sehr guter Wert in der Mitte der Legislaturperiode."

Derart motiviert wollen sich die Orangen als "bürgerliche Alternative" positionieren. In Kärnten will man sich die blau-schwarze Koalition "zur Brust nehmen", wie Bundesobmann Bucher bei der Versammlung ankündigte. "Die Kärntner Politik weiß nicht, was sie will", lautet seine Kritik. FPK und ÖVP legten einen Blindflug hin und hätten keinerlei Visionen. Bucher: "Ich kenne kein einziges Zukunftsprojekt, das von dieser Regierung kreiert worden ist." Gerade deshalb müsse sich das BZÖ den Kärntner Wählern als Alternative anbieten. Bucher hat "Angst um den Ruf Kärntens". Denn das Land sei ein Urlaubsland, die aktuelle Politik schrecke jedoch die Gäste ab: "Das tut einem weh als Kärntner." Sigisbert Dolinschek, geschäftsführender Kärntner Parteiobmann und Nationalratsabgeordneter, will das Klagenfurter Parteibüro zur Servicestelle ausbauen und Ratsuchenden dort mit seiner Kompetenz im Sozialbereich helfen.

Das BZÖ Kärnten zählt rund 800 Mitglieder, stellt vier Nationalratsabgeordnete, sieben Vizebürgermeister, zwei Stadträte und 35 Gemeinderäte. Sie alle bezeichnen sich "im Gegensatz zu den Überläufern zur FPK" als "Menschen mit Rückgrat", wie etwa der Liebenfelser Vizebürgermeister Jakob Pistotnig: "Wir wurden von den Bürgern als BZÖ-Mandatare gewählt und sind das deshalb auch geblieben." Adi Woschitz, Vizebürgermeister von Bad Eisenkappel/elezna Kapla: "Zur FPK zu wechseln, wäre Wählerbetrug." Kammerrat Gerhard Treffner berichtet von großem Druck durch FPK-Funktionäre auf Parteigänger wie ihn.

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