SyrienLabour-Chef stellt Rechtmäßigkeit der Luftangriffe infrage

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn fordert Mitsprache des Parlaments vor geplanten Angriffen. Assad nennt Luftschläge "Akt der Aggression".

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn © APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS
 

Der britische Oppositionsführer Jeremy Corbyn stellt die Legitimität der Luftangriffe auf Syrien infrage. "Ich sage zum Außenminister, ich sage zur Premierministerin, wo ist dafür die rechtliche Grundlage?", sagte der Chef der Labour-Party am Sonntag der BBC.

"Die rechtliche Grundlage (...) wäre Selbstverteidigung oder die Autorität des UN-Sicherheitsrats. Die humanitäre Intervention ist derzeit ein rechtlich fragwürdiges Konzept", erklärte Corbyn.

Bereits am Samstag hatte Corbyn ein Mitspracherecht des Parlaments gefordert. "Bomben retten keine Leben und bringen keinen Frieden", meinte er. Die britische Premierministerin Theresa May wird an diesem Montag den Abgeordneten Rede und Antwort stehen.

Syriens Präsident Bashar al-Assad bezeichnete russischen Abgeordneten gegenüber die Luftschläge als "Akt der Aggression". Zugleich habe er die Luftabwehrsysteme gelobt, die aus Sowjetzeiten stammen, melden russische Nachrichtenagenturen.

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raspel
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Der Vergleich mit IRAK

Die Suche nach den "Massenvernichtungswaffen" im Irak waren der Vorwand für eine Militärintervention. Die "Chemiewaffen-Einsätze" der syrischen Regierung, für die es keinerlei Beweise gibt, deuten in eine ähnliche Richtung.

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