"Ich mag keinen Rassismus, ich mag keine Beschimpfungen und ich mag nicht, wenn sich Menschen entfremdet fühlen" sagte der 70-Jährige in einem am Dienstag im Voraus veröffentlichten Interview des Magazins "People".

Optimistisch für die Zukunft

Allerdings sei er für die Zukunft optimistisch. "Wir sind bereits früher durch solche Phasen gegangen und haben immer einen Weg herausgefunden". Bush und andere führende Republikaner hatten Trump bei der Präsidentenwahl nur zurückhaltend unterstützt. George W. Bushs Bruder, Jeb Bush, hatte sich erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner bemüht.

Am Montag hatte sich Bush in einem Gespräch mit dem TV-Sender NBC klar von der Einwanderungspolitik Trumps distanziert. Er sei für eine Willkommenskultur und eine Politik, die sich an das Gesetz halte. Zugleich bezeichnet er die von Trump heftig kritisierten Medien als unerlässlich für die Demokratie. "Unabhängige Medien sind nötig, um Menschen wie mich in die Verantwortung zu nehmen. Medien sind wichtig, um Menschen, die ihre Macht missbrauchen, zur Rechenschaft zu ziehen."

Trump hat wiederholt die Presse angegriffen und sie als "Feinde des Volkes" bezeichnet. Auch in der Einwanderungspolitik fährt der Präsident einen konfrontativen Kurs: Er ordnete ein Einreiseverbot gegen Bürger einiger muslimisch geprägter Länder an. Die US-Gerichte setzten dieses außer Kraft, doch die Regierung arbeitet an einem neuen Erlass.

George W. Bush war von 2001 bis 2009 der 43. Präsident der Vereinigten Staaten.